Geschichte der Kunst.
geschah in dem zweiten messenischen Kriege, dessenEnde in der acht und zwanzigsten Olympias war.
§. l3. In Absicht der Verfassung und Re- »girung von Griechenland ist die Freiheit dievornehmste Ursache des Vorzugs der Kunst. DieFreiheit hat in Griechenland allezeit den Siz ge-habt/ auch neben dem Throne der Königes) wel-che väterlich regireten/^) ehe die Aufklärung der Ver-nunft ihnen die Süßigkeit einer völligen Freiheitschmeken ließ/ und Homerus nennet den Aga-memnon einen Hirten der Völker/ dessenLiebe für dieselben und Sorge für ihr Bestes an-zudeuten. 4) Ob sich gleich nachher Tyrannen auswar-fen/ so waren sie es nur in ihrem Vaterland«/ nnddie ganze Nation hat niemals ein einziges Ober-haupt erkant/ und bevor die Insel Naxus vonden Athenicnsern erobert wurde/ hatte kein freierStaat in Griechenland sich den andern unterwürfig ,gemachet. 5) Daher ruhetc nicht auf einer Personallein das Recht/ groß in seinem Volke zu sein/und sich mit Ausschließung Anderer verewigen zukönnen.
ß. i-i. Die Kunst wurde schon sehr zeitig ge-brauchet/ das Andenken einer Person auch durch sei-ne Figur zu erhalte»/ und hierzu stand einem jedenGriechen der Weg offen: man konte sogar die Sta-tuen seiner Kinder auch in den Tempeln ausstellen/wie wir von der Mutter des berühmten Agat ho-lt cS wissen/ welche die Figur desselben in seiner
z) I. 4. c. 23.
2) polit. 1. 3. c. 14.
3) I. 1. c. 9. ^
4) etkic. I. 3. c. i3. Halle,
1. 5. c. 74.
5) I. 1. c. 9g.