4 Buch/ 1 Kap. i?
§. 12. Sonderlich wird die den Römern ent-gegengesezete Gemüthsart der Griechen offenbar, ausdieser ihren Kriegen: den die Achäer führetendieselben so menschlich, daß sie unter sich ausmache-ten/ keine verborgenen Pfeile zu führen, noch mitdenselben zu schießen, sondern in der Nähe undmit dem Degen in der Hand gegen einander zufechten, i) Ja, in der größte» Erbitterung der Ge-müther wurden alle Feindseligkeiten aufgehoben undauf einige Tage vergessen, wen die olympischenSpiele einfielen, wo alle Griechen einmüthig zuder allgemeinen Freude zusammenkamen. Sogarin den ältesten und wenig gesitteten Zeiten, in denhartnäkigen mcsscnischen Kriegen, machcten die Spar-taner mit den Messeniern einen Stillstand auf vier-zig Tage, weil bei ihnen das Fest, welches demHyacinth us gefeiert wurde/ einfiel. Dieses
1) I. iZ. p. — 672.
Polvbius, nachdem er die alte» Achäer in dieserHinsicht gerühmt, ertheilet anch den Römern das Loh,daß sie selbst zu seiner Zeit jene alte Sitte, den Kriegfeierlich ainukundigen, die hinterlistigen Nachstellungenzu verabscheuen und sich in der Nähe mit den Feindenzu schlagen, noch nicht ganz vergessen hasten. Bei denneueren Achaeru aber ward jeder General sehr getadelt,welcher seine Entwürfe nicht sorgfältig zu verbergenwußte. F e a.
2) In der so Olympiade wollte man den Svartanern, weilsie eine schuldige Geldstrafe nicht bezahlt hatten, den. An,theil an diesen Spielen verweigern, wie Thucvdidessagt. (1^. ü e./,g.) Er führt auch an (>.g, c, 91^ >».),daß man beiden isthniische» Spielen einen Waffenstillstandund ein Biindniß unter den Völkern Griechenlands ge-macht. Fea.
Z) I./,. c. 19.