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Geschichte der Kunst.
Z. t l. Auch aus beider Völker Art zu kriegenist die Menschlichkeit der Griechen und das wildeHerz der Römer offenbar: den bei diesen war eSgleichsam ein Gesez, in den eroberten Städten bei 'dem ersten Einfalle nicht allein, was menschlichenOthem hatte, niederzuhauen, sondern auch den Hun-den den Bauch aufzuschneiden, und alle andereThiere zu zerhakcn: und dieses ließ sogar ScipioAfrieanuS der Ältere geschehen, da Kartha-gena in Spanien erstiegen und eingenommen wur-de. l) Das Gegentheil sehen wir an den Athenien-sern, die im öffentlichen Rathe beschlossen hatten,durch den Befehlshaber ihrer Flotte alle erwachseneManschaft zuMitylene in der Insel Lesbus um-bringen zu lassen, weil diese Stadt sich ihrer Unter-tänigkeit entzogen, und die Anführer der Empö-rung der ganzen Jnjel wider sie gewesen waren.Kaum aber war dieser Befehl abgegangen, da eSsie gereuete, und sie erkläreten selbst diesen Ent- »schluß fiix grausam.^)
widerfezt. Nichts destoweniger wurden diese Spiele auch inAthen eingeführt, aber nicht lange nachher aufVeranlassungdes mit einer kräftigen Rede dagegen eifernden Avollo-nius von Tuana wieder aufgehoben? wiePhilostra-tus (I> c.) erzählt, ohne die Römer weiter zu erwäh-nen. Hieraus geht hervor, daß die Griechen jenes grau-same Schauspiel zwar aus eigener Erfahrung kan-ten, aber auch zugleich einen Beweis ihres beugfamcnmenschlichen S'.nnes ablegten, indem sie sich durch eineneinzigen Man zu einer gänzliche» Abschaffung dieser Spie-le überreden ließen. Fea.
1) I. >» pr!nc.
Dieses geschah oft bei der Einnahme einer Stadt, wieauch Polybius enählt, aber nicht immer und nach .keinem Gefeze. Fea.
2) I. Z. c. c. 47.