Geschichte der Kunst.
so lieget auch in dieser Unachtsamkeit eine Ursachevon dem damaliges, Abnehmen der Kunst.
§. 9. So wie nun der Himmel und das Klimaselbst in der Bildung wirtcte, die noch unter denheutigen Griechen, nach aller Reisenden Zeugniß/vorzüglich ist/ und ihre alten Künstler begeisternkonte: eben so und nicht weniger ist dieser Wir«kung das gütige Wesen/ das weiche Her;und der fröhliche Sin der Griechen zuzuschreiben,als Eigenschaften / die zur Entwerfnng schöner undlieblicher Bilder eben so viel/ als die Natur zurZeugung der Gestalt beitragen. Von dieser Ge-müthsart der Griechen überzenget uns die Ge-schichte/ und die Gütigkeit der Athenienser ist/ wieihre Verdienste um die Kunst/ bekaiit. Daher sa-get ein Dichter: dafi die Stadt Athen allein Mit-leiden zu tragen wisse; so wie sich/ um von denZeiten der ältesten Kriege der Argiver und Theba-ner anzufangen / zeiget/ daß allezeit bedränget-undverfolgete Personen in Athen Zuflucht gefunden undHülfe erhalten. Eben diese Heiterkeit des Gemüthsgab bereits in den ältesten Zeiten Anlaß zu thea-tralischen und andern Spielen/ uni/ wie PerikleS
I) Man vergleiche die Vorrede zu den An merk. üb.d. G- d. K. §. 20. S. 50.Z
N Der Autor scheint hier den Sophokles oder Kol-li m a ch u s im Sinne gehabt zu haben. Scliol, Sopli. OLclip.
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«-s- »IV« Auch ist Athen die einzige Stadt
Griechenlands, wo dem Gott des Mitleids ei» Al<tar auf dem Markte errichtet war. (k>->usan. I. 1. c. >7.)Me» er.
Den Kallimachus hatte Wi »ckelma n im Sinne/wie aus diesem Scholion erhellet. Siebcliö.