Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
501
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Fragment. soi

schwere/ dike und feurige Dünste mit sich/ sonderlichwo derselbe über stehende Sümpft hinführt; er ver-finstert den Himmel/ und verursachet daher eineEntkräftung in der ganzen Natur. Zu Methana inGriechenland riß man einen Hahn lebendig voneinander/ und es liefen zwo Personen mit diesenHälften um ihre Weinberge herum/ in dem Aber-glauben/ daß dieses ein Mittel sei wider diesenWind/ welcher ihren Wein verwelken machete. ESzermalmet derselbe Eisen und andere Metalle/ undeiserne Gegatter an Gebäuden am Meere müßen vonZeit zu Zeit erneuert werden, wozu die salzigeMeerlust auch nicht wenig beiträgt. Das Blei aufder Cupola der St. PeterSkirche in Rom muß allezehen Jahre theils umgeleget/ theils ausgebessert wer-den/ weil es von diesem Winde zerfressen wird.Wider den Einfluß dieses Windes baueten die Altengegen die Mittagseite vielmals mit dopelten Mau-ern/ doch so/ daß mehr Raum blieb/ als wo dieMauern blos wegen der Feuchtigkeit dopelt waren;man ließ einen Raum von etlichen Fuß breit. Die-ses hat der Herr Cardinal Alexander Albani ineinem seiner prächtigen Lusthäuser zu Castel Gandol-fo nachgemachet.

§. Zu Aufhebung großer Lasten beimBauen bedienete man sich unter andern eines RadeS,innerhalb welchem Leute liefen/ wie dergleichen aufeiner erhobenen Arbeit vorgestellet ist/ welche aufdem Markte zu Capua eingemauert stehet.

§.Von der Bekleidung der Mauern ist zumerken/ daß dieselben an öffentlichen prächtigenGebäuden mit gleicher Sauberkeit geleget wurden/sie mochten betragen werden oder nicht/ und wen

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