Baukunst der Alten.
siehet, die Absicht sei gewesen, das Anhängen der Feuch-tigkeit zu verhindern. Dieses dienet zur Erläuterungdessen/was Vitruvius davon lehret.l) Perraulthat sich unter dieser dopelten Mauer wer weiß was fürein Werk mit vielen Canälen oder Rinnen vorge-stellet. -) An anderen Gebäuden aber / die frei ste-hen sonderlich in gedachter Villa / finden sich den-noch dopelte Mauern / aber der Zwischenraum istetwa nur zwei Finger breit. In den Bädern desTitus sind solche Mauern etwa drei Zolle von ein-ander. Die St. Peterskirche hat ebenfalls dopelteMauern / aber so, daß zween Personen bequem zwi-schen beide»/ um die ganze Kirche/ unten sowohlals zu oberst/ gehen können.
ß. 38. Wen aber an dem Abhang des Erdreichsaufgeführete Gewölber ohne dopelte Mauern sind/so haben dieselben keine andere Absicht/ als einegleiche Höhe mit dem erhabenen Erdreiche zu ge-winnen/ und auf solche Gewölber wurde das Gebäudeaufgeführet/ welches an den Gewölber« unter demsogenanten Tempel der Sibylla zu Tivoli augen-scheinlich ist. Es hießen dieselben sulisuueuones,und wen Cicero/ in der Rede für den Milo/ im-manes 8ulislr»euoncs der Villa C l a u d i i anführet/ someinet er solche Gewölber.
Z. 39. Eine andere Ursache dopelter Mauernwar, sich wider den Wind zu verwahren/ welcherbei den Griechen bei den Römern ^k>ic»s, undizo sci^i'occo Heisset. Dieser Wind kömt aus Afrika/wie bekant ist/ und herfchet sowohl über die Küstenvon Italien als von Griechenland: er ist Thieren/Gewächsen und Gebäuden schädlich; den er führ«
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z) Xä Vilritv. l. c.