Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
499
Einzelbild herunterladen
 

Fragment.

den an beiden Enden breiter als in der Mitten ge-machet, damit man sie fast ohne Mörtel auf einan-der legen könne: den der Mörtel wird innerhalb/wo die Ziegel nicht schließe»/ geleget. Daher ge-schiehet es/ daß an Maliern von geschliffenen Ziegelndie Fugen zwischen ihnen fast unmcrklich sind.

§. 36. ES ist bekant / daß die Ziegelbrennerihren Namen auf großen Ziegeln mit einer Formeingedruket / und es sindet sich von denen/ welchedrei bis vier Palmen lang und eben so breit sind/selten einer ohne eingedrukten Namen des Meisters.Zuweilen ist auch zu dem Namen desselben der Na-me des Herrn gesezet/ dem sie dieneren. Philan-der redet von solchen Ziegeln/ wo zu dem Namendes ZiegelmeisterS gesezet war/ daß er dem berühm-ten Asinius Po llio gcdicnet/) und dergleichen fin-den sich mehrere angemerket. -) Zuweilen ist auchdas Consulat/ unter welchem die Ziegel gemachetworden/ eingedruket/ wie ich verschiedene derselbengesehen/ welche in der Villa des Herrn CardinalsAlexander Albani vermauert worden.

§. 37. Wen ein Gebäude gegen die Anhöheeines Berges/ oder sonst an ein erhabenes Erdreichaufgeführet wurde/ zog man, die Feuchtigkeit ab-zuhalten/dop elte Mauer«/so daß zuweilen zwischenbeiden ein starker Span Nanm blieb. Dieses siehetman am deutlichsten an den hundert erhaltenen Ge-wölbern in der Villa Kaisers Hadriani bei Ti-voli; daher diese Gewölber noch izo so trokcn sind/daß das Heu viele Jahre in denselben liegen kan.Einige dieser Mauern sind innerhalb mit solcherSauberkeit geleget/ und ihre Fläche ist so glatt/ daß man

?) .Vnnotat. in Vitruv. 1.2. c. i. p.

2) k^lcomeri, sopi-a l'Iscri?. ä'un mattone, xlunta