4ss Baukunst der Alten.
Ziegel» insbesondere zureden anfängt/wo er die-ser Art nicht gedenket- noch dessen Ausleger. Es ist zumerken / daß die Puzzolana zu diesem Mauerwerkenicht gesiedet wurde. Auf diesem Wege zu bauen,waren die Römer im Stande so ungeheure Mauernaufzuführen/ welche an 9 bis 13 Palmen dik sind.Man hat unterdessen auch in neueren Zeiten derglei-chen Mauern, und zwar von ganzen Ziegeln aufge-führet/ wie diejenige ist/ auf welcher die Cupola vonSt. Peter zu Rom ruhet/ und Palmen dik ist.
Z. Z5. Von solcher Arbeit scheinen die Mauernzu Babalon gewesen zu sein: den das Wortbeim Herodotus/^) welches andere erklä-
rend) deutet auf dieselben. Es koüten keine Mauernsein/ wie sichHerr Wesseling dieselben vorstellet/^)von über einander geworfenen Steine»/son-dern sie werden/wie bei den Römern/mit ordentlichgelegeten Ziegeln gefüttert gewefenscin. Mitge-schliffenen Ziegeln waren in Rom/ unter andernGebäude»/ die Mauern des halben Zirkels von den soge-nanten Bädern desP. Ämilius/ und die Mauerndes Theaters' der Stadt Minturnum/ an demFlusse Liris/ izo G a rig li a n 0/ beleget und gefüttert.Diese Mauern sind noch izo so schön und scheinen alswen sie kürzlich gemachet wären. Aus geschliffenenZiegeln sind auch in neueren Zeiten Kirchen undPaläste in Rom aufgeführet; es sind auch die äusse-ren Mauern des Palastes der Herzoge zu Urbinoans solchen Ziegeln.^) Diese Ziegel/ welche zuMauern und nicht zu Fußboden dienen sollen/ wer-
,) l.. z. v. iSo.
2) Lu8t.al.1i. XVIII. Z>. iLH!«
3) Olssert. p. 4).
4) Uemorie 172^- tvl. c Z. P. 46.