Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
497
Einzelbild herunterladen
 

Fragment. 497

«fcln, worin er ebenfalls irrig ist: den die Arbeitvon Ziegeln ist kostbarer/ schöner und dauerhafter/und die prächtigsten Gebäude in Rom waren vonZiegeln. Gewiß ist/ daß die Wasserleitungen ausser Rom/sowohl aus der Zeit der Republik als der Kaiser/ vongroßen Steinen sind; wen aber unter den Kaisernein neuer Wassergang über eine alte Wasserleitungangeleget worden/ ist derselbe von Ziegeln/ wie sichan dem zweiten und obern Gange der marcischenWasserleitung zeiget. Überdem unterscheidet sich einGemäuer von Ziegeln ans der Zeit der Republikund der ersten Kaiser von jedem in späteren Zeitengemacheten Gemäuer.

K. 34. Die Mauern von den großen Gebäuden derRömer sind nicht durchaus von Ziegeln/ sondernnur mit denselben gefüttert/ und mui-i » cortina, wieman izo redet. Das Inwendige derselben ist mitkleinen Steinen/ Scherben und dergleichen und mitMörtel ausgefüllet/ so daß vom Mörtel allezeit dasDrittheil mehr ist. Diese Art zu mauern ist inRom und überhaupt in Italien nicht mehr üblich;vermuthlich aber schüttete man zwischen zwo Lagenvon Brettern Steine und Mörtel hinein; die Bret-ter wurden nachher weggenommen/ und man füttertedie Mauern auf beiden Seiten mit Ziegeln. Ebenso wird noch izo zu Metz in Lothringen gemauert/welches vermöge der puzzolanhaften Erde geschehenkan; nur mit diesem Unterschiede/ daß daselbst diegeschwinde aufgeführeten Manern nicht/ wie bei denAlten/ mit Ziegeln pflegen gefüttert und beleget zuwerden. VitruviuS nennet diese Art Emplek-ton; i) er redet aber nur von Mauern von Steinen/nicht von Ziegeln/ welches offenbar ist/ da er/ nachgeendigterBeschreibung derselben/ von Mauern aus

i) l.. ». c. g,

21 *