ä?6 " Baukunst der Alten.
teil Tempel des Herkules daselbst, die Überbleibselvon der Villa des' LueulluS zu Frascati/und gro-ße Stüke Mauern von der V i l l a d e s Domitianu 6zu Castel Gandolf»/ in der Villa Barberini/zeigenköniien. In der V i ll a Hadri an i sind noch ganzeGebäude so gemauert übrig/ und die Wasserleitung derverstöreten Stadt Minturnum am Flusse LiriS/ izoGariglianv/ welche sich über eine Miglie erstreket,ist ganz und gar mit so gehauenen Steinen ausge-leget. Auf eben diese Art sind auch die uraltenhetrurischen Grotten bei Corneto ausgemauert. In«ndern Ländern ausser Italien befinden sich mehrÜberbleibsel von dieser Art Mauerwerke. DieseMauern aber waren, ausser an Wasserleitungen/ allebekleidet, so künstlich dieselben auch immer gelegetsein ^mochten^/ und viele mit dreifachen Lagen vonKalk und Gyvft/ wie sich an den Gebäuden zeiget.
§.33. Was die Mauern von Ziegeln betrist/so sind sie erstlich an sich selbst/ und hernach dasÜbertünchenoder Übertragen derselben zu betrach-ten/wohin auch die Fußboden gehören. ES sind eini-ge der ungegrnndeten Meinung/ daß die Mauern ausZiegeln von späteren Zeiten der Römer sind/ undin diese Meinung gehet Nardini hinein,^ wener von der vermeineten elaudischen Wasserleitunginnerhalb Rom, wo dieselbe von Ziegel»/ wie ausser-halb Rom von Peperino ist/ glaubet/ daß jene an-fänglich ebenfalls von dieser Art Stein aufgeführetworden/ und nur hernach in dem Verfalle der rö-mischen Macht mit Ziegeln überzogen worden; wel-ches gleichwohl der klare Augenschein widerleget.ES sezet derselbe eine größere Pracht in denen vonStein aufgeführten Bogeiy als in denen von Zie»
1) 8vI!oA. Lpist. t. 2. x. 191.
2) »nt. 1. L. c. 4. 5>?. edit. 170^.