Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
490
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Baukunst der Alteu.

K. 2ql. Gewölbcr mit diesen Schlaken geleget/sind in Neapel gewöhnlich; in Rom aber ist der HerrCardinal Alexander Albani der erste/ und bisizo der einzige/ welcher in seiner Villa zu Rom alsogebauet hat. Man verfahret auf folgende Weise:Nachdem das Gerüst zum Gewölbe angeleget ist/wird der Bogen auf beiden Seiten (I<- oossie aell»voll»), wie vorher gesaget/ gemauert bis auf dasMittel des Gewölbes/ oder dessen Rüken; dieserwird mit Schlaken und Mörtel gclcget/ und dieserverbindet sich mit jenen/ und dringet sie gleichsamdurch/ so daß dergleichen Gewölbe kaum zu zerstö-ren ist.

§. 26. Der andere Weg/ die Gewölbcr zu er-leichtern/ geschahe mit leeren Töpfen von gebrantemThone/ welche mit der Ofnung hineinwärts/ d. i.gegen das Innere der Gebäude zu/ gefezet wurden/und auf und um dieselbe herum wurden kleineSteine und Mörtel mit Mulden geworfen. DieseTöpfe siehet man häufig an den Gewölbern eines be«deketen Ganges im Cireo des Caracalla/ oderwie andere wollen/l) des Gallieiius/ ausserNoni/ imgleichen in den Überbleibseln eines altenBadeS zu Pisa. Aristoteles saget auch/ daß manleere Töpfe eingemauert habe / um in Gebäudenden Schall der Stimme zu verstärken.^) In ge-dachtem Circo ist ein Echo/ welches einen VerS drei-mal wiederholet. Diejenigen/ welche von den Schall-gefäßen in den Schauvläzen der Alten besonders ge-handelt haben/ gedenken der irdenen Töpfe indiesem Circo nicht.

Z. 26. Wen die Grundlage des Gebäudes sich

1) k'skrett'i, lle ^kjuse6uct. p. l66.

2) ?rvl)leiu. I. 2. 2.^j 92. eäit.

Z) Kavalier. Lelieis. iaLxerclt. Vitruv. x. 233.