Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
488
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4«s Baukunst der Mm.

kleine Steine Tufo/ oder geschlagene Ziegel/ sowie sie im Aufschütten fiele»/ auf die Bogen desGerüsteS von Brettern, bis zu einer bestickten Dike/welche in den diocleti anischen Bädern an neunPalmen ist/ und alsden trug man eine Lage von ebendemselben Mörtel darauf/ um das Gewölbe obenglatt zu machen. Ein großes Gewölbe konte aufdiese Art durch eine Menge Menschen in einem Ta-ge geendiget werden. Diese Art zu verfahren siehetman/ wo die Bekleidung abgefallen/ oder die Ge-wölber gestürzet sind/ am Colisev/ in den Bäderndes TituS/ des Caracalla/ des DiocletianuS/und sonderlich in den weitläustigen Trümmern derVilla Hadriani/ wo sich noch die Lagen der Bret-ter von den Gerüsten der Gewölber zeigen.

§. 2t. Dieser geschwinde Weg zu wölben ist izonicht mehr gebräuchlich/ sondern Gewölber werdenmit der Hand gemachet/ aber noch allezeit mit Tu-fo und Puzzolana. Die obere Ausfüllung aber/bis alles mit dem Niiken des Gewölbes gerade wird/geschiehet muldenweis (55-^,0)/ wie überhaupt beiden Alten. Vermittelst des Mörtels kan man denGewölbern eine Form geben/ welche man will/ undes werden noch izo in Rom einige ganz platt ge-machet/ so daß eS kaum gewölbet scheinet. Das Ge-wölbe lässet man einige Zeit auf dessen Gerüste stehe»/daß es sich sezen kan.

§. 22. Die Alten sucheten ihre Gewölber/ weilsie dieselben stark machete»/ so leicht als möglich zuhalten/ und dieses thaten sie auf zween verschiede-nen Wegen. Der eine war mit Schlake n zu wöl-ben/ welche von dem Berge Vesuvio kamen/ undman hat dieselben bei der vor ein paar Jahren vor«genommen inneren Ausbesserung des PantheonS/ inden vertiefeten Feldern des Gewölbes bemerket. In