Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
480
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4so Vaukunft der Alten.

insgemein an Orten, wo Schwefelquellen sind/ wiebei Tivoli: den der Saz/ welchen der Schwefelmachet/ wird in die Länge zu Stein/^) und derMangel an Feuchtigkeit machet den Stein löchericht.Es wirket aber der Schwefel auch in Bildung derhärtesten Steine und Marmore/ und unter diesengibt derjenige/ welchen man nennet/

im Bearbeiten einen sehr starken Schwefelgeruch.Ein dem Travertino ähnlicher Stein wächset auf die-se Art um Monrcvnlciano / welche Gegend reich anSchwefelquellen ist/ so daß die ganze Oberfläche desBerges unten ausgehöhlet scheinet; und im Gehenbebet. Es versteinert auch die Albula unter Tivoli/welche in den Fluß Aniv/ izo Teverone/ fällt/ undgedachte Ouellen voller Schwefel helfen zur Zeu-gung des Travertino. Auch zu Pesto wird ein ähn-licher harter/ aber löcherichter Stein aus demEchwefelbache gezeuget/ dessen auch Strabo geden-ket/^) welcher nicht weit von den Überbleibseln dieserStadt in's Meer fällt. Diese Eigenschaft des Schwe-fels/ zu versteinern/ ist von wenigen Scribenten/die eS Härten tonn sollen/ berüiiret worden.

K. 9. Die Brüche bei Tivoli wachsen in weni-ger Zeit wiederum zu/ und man hat mitten in denSteinen zuweilen Steinbrcchercisen gefunden/ wel-ches dieses beweiset.- Auch der Marmor wächsetwiederum zu; den man fand eine eiserne Brechstangein einem großen Blöke von fogenaiitem afrikani-schen Marmor/ da derselbe für die Kirche dellaMorte hinter dem farncsifchen Palaste/ zersägetwnrde. Noch ausserordentlicher aber ist ein Stükeiner Säule von Granit/ in welchem man zu Romvor dreissig Jahren eine güldene Münze des Augu-stus faud/ da man eS zersägete. Diese Münze war

2) Keckel-i «ultwii-. I. i. sect. 4. c 7. p. 298.

2) 5. x. 17 5. eclil.. OssAuI). anno 1567.)