Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
459
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Zweites Kapitel.

diejenige»/ welche der römische Consul L. Mum-mius an der Friese des dorischen Tempels des Ju-ten (v, >210.) schreibt, daß Agave/ die Königinvon Theben, ihren Sohn Pentheus rief/ um ihm zusagen/ daß er an den Triglyphen ihres Hauses/oder vielmehr des Palastes ihres Gemahls K a d m n s/den Kopf eines Löwen heste/ den sie mit eigenen Händenauf der Jagd erlegt hatte; aber es war ihr eigenerSohn Pentheus selbst/ den sie i» ihrem Zustande derWuth getödet hatte:

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l.! ul)i esl meus ülius ?enllieus? corrixiens

l.I clavis Iioc

I-evnis, l^ucm in venstivno capluiu Iiuc ?AV I'l.'l'u.

Wahrsck>einlick> versteht Euripides hier unter Trigl»-phen die Balken köpfe/ welche mit dem FrieScorrefvondiren / und von dem lateinischen übersezer abge-schmakter Weise durch scuipts la^ucuria gegeben worden.Da das Haus oder der Palast der Agave vermuthlich/dem Gebrauche der altern Griechen gemäß/ von Holz ge-wesen/ so werden diese das Dach tragende» Balken/deren Enden hervorstanden / und zu denen man ans ei-ner Leiter hinansteigen koiite/ geschikt gewesen sein/ etwaSdaran zu heften / wo es ihrer Höhe wegen vor Näubernund Beschädigungen gesichert war. Als späterhin dieförmliche und regelmäßige Architektur eingeführt wurde/wo man auch mit Steinen bauet«/ >'o fchloß man dieZwischenräume des Frieses/ welche früher weuigsiensin den Tempeln offen standen, wie aus Euripidesi'n'l'our. V. >>z,)/ den W i n ck e l m a n schon vor»hin angeführt hat, und hier aufs neue anfuhrt/ erhellet/zwischen den Balken/ oder den Steinen/ wel^e die Bal-ken vorstellten; und an den Metopen/ welche jene ös-