Baukunst der Alten.
Delphos hingen daselbst goldene Schilder/ aus derpersischen Beute bei Marathon verfertiget/^) und
dern öffentlich sichtbaren Srte desselben, irgend ein Zei-chen der tapfern Kriegsthaten des Eigentümers alsTrophäen und Ehrendenkmal aufzuhängen. Anfangs be-standen dieselben wahrscheinlich in Köpfen, Häuten, Hör-nern oder andern Theilen wilder Thiere, die auf derJagd erlegt waren. Ein Gebrauch, den alle altenAutoren bestätigen, deren Sp anheim mehrere inden Noten zum Kallimachus in via». v.
104. x,-öS.), Casaubonus in den Noten zumStrabo (l, 6, p. Zv2>), Wesseling zum Diodvrvon Sicilie» (>. 4. c. 22.) und Sagittarius(<Ie jan. vetor. c. 29.) angeführt haben. In derFolge hing man auch wohl die erbeutete Rüstung desFeindes daselbst aus, deren wichtigstes Stük der Schildwar, den der Soldat höher als seine übrige Wehr ach-ten mußte, wie Massieu (äissert. sur I<?5 Iioucl. vo-t. I. nie»!, p. ^77.) undausführlicher der florentinische übersezer der Charakteredes Theophrasius (t. 4. c. 28. ».6. p. 228.)bemerkt hat. Diodor und Strabo in den angeführ-ten Stellen berichten, daß die alten Gallier oder Celtenan die Thüre ihres Hauses die Köpse ihrer erlegtenFeinde zu heften »siegten. Auch die, welche gern mirKleinigkeiten prangten, pflegten, wie Theophrastus<c. 21.) erzählt, wen sie einen Ochsen geopfert hatten,in ihrem Hause, dem Eingange gegenüber, die Hautdes Kopfes, mit großen Kränze» umhängt, anzuheften.Nachher wird man, statt der Privathäuser, die Tempelals öffentliche Srter gewählt haben, um jene Trophäenzur Schau zu stellen, und dadurch zugleich zu bezeuge»,daß man den Göttern den Sieg zuschreibe; und als Zei-chen der Svser, die daselbst gebracht wurden, wird mandie Häupter oder die Häute der geopferten Rinder daselbstangehestet haben. Wan dergleichen Dinge in den Mcto>pen angeheftet worden, ist nickt wohl anzugeben. Ichsinde keine andere Autorität, die darüber Licht gebenköüte, als den Euripides, welcher in den Bakchan>
>) pausan. I. 10. c. lg IH.