Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
457
Einzelbild herunterladen
 

Zweites Kapitel.

qleichenKar ya tide n angesehen haben/zeuget vonihrer großen Unwissenheit. Eine besondere Art voirKaryatiden war in dem Grabmale der Freigelasse-nen des SextnS PompejnS/ wo stehende mäil-liche nakte Figuren auf dem Kopfe ein Kapital tru-gen/ und mit beiden Händen eine stehende Säulehielten, welche aber nichts zu tragen hatte.

K. i4. An dem l^cbälke auf den Säulen warendie Zieraten nach Erfordernis der Ordnungen ver-schieden. Ach habe oben aus einer Stelle des Eu-ripldeS eine Muthmaßung angebracht von dem of-fenen Raume zwischen den TriglypheN/ an den do-rischen Tempeln der ersten Zeit. Da diese Pläze,die MetopeN/ nachher zugedeket wurden/ gedachteman auf ihre AnSziernng. Hierzu gaben die Schil-der Gelegenheit/ welche an der Friese des Gebälkesund, wie wahrscheinlich ist/ an die Metopen ausge-hänget wurden.^) An dem Tempel des Apollo zu

des Mont-Josieu nur an, ohne ihr im Ganzen beiz»'stimmen. Er glaubt, der inirtlere Theil des Pant h e-ons habe vielleicht eine den Götter» der Unterwelt gewid-mete Vertiefung gehabt, und hier hatten sich vielleicht,an der sie umgebenden Mauer oder Säulenreihe, dieKar»atiden befinden können. ?llo»s Hirt (Oser-

>791.4.) siibersezt im l Band des Museums der Al-tertu m s w i ss e n sch a f t v 0 n W 0 l s und Vuttma ss!zeigt mit vieler Wahrscheinlichkeit, daß die Karyatidenaus den Säulen gestanden haben, wie ihn, der Aus-druk in columnis anzudeuten scheint. Feruow.^louts^uc. 1. 3. l6 p. Der ge-

naueren Unterscheidung gemäß würden diese Karyati-den gleichfalls zu den Atlanten oder persischenBildsäulen zn rechnen sein. Fernow.

2) Ich glaube, daß der Ursprung dieser Verzierung einfa-cher und älter sei. Ohne Zweifel entstand er aus demGebrauche, an der Thiire des Hauses oder an einem an-

Winckelman. 2.