Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
451
Einzelbild herunterladen
 

Zweites Kapitel. ^

ter wider die Giganten zu sehen/ und auf derSpize desselben stand ein Schild. Die größtenKünstler zeigeten sich in dieser Art Arbeit/ und Pra-xiteles arbeitete an den Gipfeln eines Tempelsdes Herkules zu Theben dessen zwölf Thaten.^)Dieses hat weder der lateinische noch der französi-sche Übersezer des Pausanias verstanden: den siehaben sich vorgestellet/ es sei diese erhobene Arbeitan einer Cupola gewesen/ welche sie sich auf diesemTempel einbilden. Pausanias saget gleichwohlmit deutlichen Worten c>- 7-5,? an den Gi-

pfeln. Auf einem Tempel zu Athen/ vielleicht

1) I>I. >. 6. c. 19. s§. g.)

2) 16. I. g. c. 11. tZ. 4.)

Z) Dieselbe Kritik wiederholt Winckelmaii in der Kunst-geschickte (SB. ZK. 15 §.)/ indem er sagt, daßjene übersezer für Gewölbe verstanden, wo-

gegen ich bemerkt habe, daß sie unter laijueare eine fla-che Deke verstehen, wie meistens die vierekigen Temvelhatten. Gewiß ist es, daß jene übersezer die wahrearchitektonische Bedeutung jenes Wortes nicht verstände»haben, da sie es bald auf die eine, bald auf die an-dere Weise mit unangemessenen Umschreibungen übertru-gen , aber eben /o wahr ist es auch, daß Winckelmaii,indem er sie kritisiren wollen, gleichfalls in zwei offen-bare Irrtümer verfallen ist. Der erste ist, das Wortdurch Gipfel schlechtweg zu übersezen. Gipfel,jastigiuni, ki-outl>ipi»i<>, ist die oberste Zierde der Vor-derseite des Tempels von den Säulen aufwärts, welcheeinen Triangel bildet; -»-rn aber ist das Giebelfeld,oder der dr eiwi n k e li cht e Raum innerhalb des

truvius (I. Z. c. Z.), fo genant von dem Adle r, griechischwelcher darin gebildet wurde, wie schon obenS. gesagt worden. Was Pausa nias unter T» M-Panum versteht, ist durch sich selbst deutlich, indem ervon Basreliefs, und «war in Grupen, handelt, welchein keinem anderen Theile der Vorderseite, weder oben