Baukunst dcr Mcn.
§.7. Diediocletianischen Bäder/ welchevor zweihundert Jahren/ da die Baukunst eine andereGestalt bekam, noch größtentheils standen/ warendamals die vornehmste Schule der Baumeister in dcrZierlichkeit : Man siehet zwei Stüke aus denselben vonChambray vorgestellet. >) Nach den Nischen mitihren Säulen auf beiden Seiten/ und der Cornischeoben darauf/ machte San Gallo dcr Ältere zu-erst ähnliche Verzierungen dcr Fenster an dem Pa-laste Farn esc. Die unterbrochene Cornische überhohe Bogen an den Bädern veranlassete/ daß Mi-chael Angelo ebenfalls von der Negel abging/und auf eben die Art an dem großem Fenster überdem Eingänge des Campidoglio die Cornische unter-brach/ und über diese hinaus das Fenster durch ei-nen Bogen sübrete. 2) Säule»/ welche kein Gebälk/sondern einen Bogen tragen/ durch welchc sic ver-bunden sind/ wurden von den neueren Baumeisternauch von jenem Gebäude/ wo sich allein nur der-gleichen Säulengängc fanden / genommen. Das halb- 'runde Portal an der Kirche alla Pacc/ an dcr Kirchedes NovitiatS der Jesuiten zu Nom/ und an dcrKirche zu Ariccia/ fand Bernini in den Kupfernbefagctcr Bädcr: und man könte vielmehr Nachah-mungen / die dorther genommen sind / anführen.
§. s. Die Zieraten insbesondere betrachtet/sind theils ausserhalb / theils innerhalb der Gebäude.Ausserhalb sind diejenigen zu bemerken/ die sich anTempeln und öffentlichen Gebäuden fanden/ undnoch finden; und hier fangen wir an von demDache.
K. 9. ES wurden schon in den älteste» Zeiten/
1) 1^. c. ckap. 16 et 29.
2) So sieht man sie auch in den Tempeln zu Valbek.
Nuins ot öiildec, xl. 6.) F e a.