Zweites Kapitel.
Säule» zu Palmyra, t) und an zwo Säulen vonPorphyr an dem Altare in der Capella Paolina imVaticano;^) eS stehen an denselben/ so daß sie bisnahe an den obersten Bund der Säulen reichen,zwo kleine Figuren römischer Kaiser in ihrer Rü-stung von den Nachfolgern des GallienuS, wel-che die gewöhnliche Kugel in der Hand tragen / undsich einander umfasset haben. Die Höhe dieser Figu-ren ist zween und ein halber Palm, und der Kopfderselben allein hat sieben Zolle, daß also derselbedas Viertheil der Figur wäre, woraus man von demStyle derselben schließen kan. Man arbeitete fer-ner-ganz hervorstehende Brustbilder aus einem Stiikemit dem Schafte der Säulen, wie an zwo Säulenaus eben dem Steine in dem Palaste Alt em ps^) inRom zu sehen ist, und die Arbeit derselben ist jenenFiguren ähnlich. ES finden sich auch dreiekichte frei-stehende Pilaster, welche gereift sind,^) in demGarten des Marchese Beloni zu Rom. Und daalles mögliche auSgekiinstelt war, gerieth man auchauf Säulen ans einem Stükc mit dem Kapitäle:szwo von solchen Säulen aus dem härtesten orienta-lischen Serpentin stehen in dem Palaste Giusti-ll i a n i. 5Z
1) kluinz. pl. 14. 28.
2) Sind späterhin in's Museum Pi 0 - Clemcntin » mgekommen. Fea.
Z) Sind izo nicht mehr daselbst. Fea.
/i) Die Abbildung derselben bei Piranesi. (Z>l->Znis. <Ie'Koni. tav. iä. l!ß, ^>) Fea.
5) In dem Von Winckelman eigenhändig mit Ände-rungen und Zusäzen zum Behuf einer neuenAusgabe versehenen Ercmvl a r e dieser A » m erku n-gen, welches wir vor uns haben, sind die hier zwi-schen den Klammer» befindlichen Wortedurchgestrichen. Fernow,