Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
445
Einzelbild herunterladen
 

Zweites Kapitel.

§. 6. Die Einfassungen der Thore und Thürenwurden wie aus lauter Kränzen von Blumen undBlättern gebildet/ wie es an dem Tempel zn Bal-bek ist/ 2) und dergleichen Thüren sind verschiedenein Rom übrig. Die Säulen blieben nicht ver-schonet: die ganze Base mit ihren Gliedern wurdemit Kränzen umgeben / wie die unter den Säulenvon Porphyr an dem sogenanten Battisterio Con-sta ntini zu Nom sind / und eine andere Base vonungemeiner Größe in der Kirche von St. Paolo vorNom / welche neun Palmen im Durchschnitte hat.Eben so geschinzet waren diejenigen/ welche auf dempalatinischen Berge zn unserer Zeit entdeket sind. 5)An den Säulen selbst sing man an mit Stäben inden Reisen bis an das Drittheil derselben; man un-terbrach die platten Stäbe zwischen den Reifen indrei bis fünf andere kleinere Stäbchen/ und endlichdrehete man die Reifen spiralmäßig/ welche

2) Wahrscheinlich hat ma» mit dieser Bildhauerei dieThüren verziert / weil um» sie in alten Zeiten bei festli-liche!' Gelegenheiten auf diese Weise mit Lorbeer uudanderen, Laube zu schmüken pflegte, wie aus StatiuZI. 4. c. L. v. zg.) uud viele» ander» Scribentenerhellet/ welche Sagittarius vet?r. c. Zo,)

uud Donati (cle'Oil-tici llegli auticlii, l. Z. c. I.«»führe». Zlach dem Scholiaste» des ?lristovha-»es (k<iuit. v. 725.) hi»g ma» a» die Zweige des üt.battmes uud anderer Bäume, welche man bei gewissenfestlichen Gelegenheiten an die Thüre» heftete, wolleneBinde» auf. (Loiif. jVvta Ittc.) Fea.

Z) I. c.. <lLÜa AsAuik.

I^r^uesi. I. o.

2) Liancliin!, >Iv' Lczari, <av. Z.