^ Baukunst der Alten.
Colonna von einem Tempel der Sonnend) un-ter besagetem Kaiser gcbauet/ sei/ kan man nicht ent-scheiden. 2)
Z) Die Säulen dieses Tempels/ oder wenigstens acht der-selbe«/ waren von Porphyr/ aber schon zur Zeit des Ju-siinianus/ d. i. um den Ansang des 6 Jahrhundertsweggenommen. Da diese Säulen sich noch izo in demTempel der h. Sophia zu Constantinopcl / welchen je-ner Kaiser wieder aufbauete, befinde»/ so könte man siemessen/ und daraus die Verhältnisse uud die Ordnungdes S o n n e nt e m p e l s / zu dem sie ursprünglich gehörthabe»/ berechne»/ und sie mit dem Stük Gesims/ Vondem Winckelnian spricht/ vergleichen. Fea.
2) Dasjenige Stük/ welches Pal la di o t^rclnt, 1,4. c, > 2,)vorgestellet hat/ ist entweder mehr aus der Einbildungals nach der Wahrheit gezeichnet; den er hat entwedereinen Cupido mit Kocher und Bogen aus dem Laub«werke hervorgehen lassen / oder er hat dasienige Stük vondiesem Architrav gewählet/ welches zersäget worden/und aus welchem die Balustrade der Capelle des HausesLolvnna in der Kirche S. Apostoli/ und das Pflasterin der Galerie des Palastes Colonna gemachet worden.Chambra» (paral, (je snc. Lt iuo<I> r. 2g.)/
welcher dieses Stiik aus jenem genommen/ hat es vonneuem nach seinem Sinne geändert/ und anstatt derLiebe ein Kind vorgestellet/ welches vor einem Löwenerschrikt/ der aus dem Laubwerke hervorzuspringenscheinet. Der Fries von dem einen Stüke/ welches izonebst der Cornische vorhanden ist/ hat keine anderenZieraten / als drei große Züge von Laubwerk. Die bei-den unteren Glieder dieses Architravs/ nämlich der Bal-ken/ welcher über der Säule liegt und der Fries überdemselben aus einem Stüke/ sind dreizehn Palmen oderSpanne»/ uud vier Zolle hoch/ und dieses Stük ist zweiuud zwanzig Palmen und vier Zolle lang. Das andereStük/ nämlich ein Theil der Cornische dieses Architravs/aus welchem der Ansang von dem Frontispiz aus einemStüke mit demselben gearbeitet ist/ hält ungesähr ebenso viel in der Höhe und in der Länge, Winckelnian.