Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
437
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Erstes Kapitel.

pel keine Stufen umher hatten/ wie an runden Tem-peln/ so waren die Stufen nur am Eingange: dendie Tempel hatten allezeit eine erhobene Base/ son-derlich wo Pilaster angebracht waren. Und da inspäteren Zeiten des Altertums die Basen der Säu-len hoch gehalten wurden/ so wurde auch dadurchder Eingang erhöhet; daher finden sich an dem er-wähneten runden Tempel in der VillaN egroni zehenStufen/ welche zu dessen Thüre führen.

§. 69. Wir sehen ferner an den Trepen undStufen der Alten/ daß diese keinen rundlichen Bundgehabt / wie izo die Stufen gearbeitet werden / sodaß sie einen rechten Winkel macheten / und eineSchärfe hatten. Die Stufen in der Villa Hadrianiwaren aus zwo gleichen Tafeln von Marmor in ei-nen rechten Winkel zufammengefezet. Es könnenalso die Stufen/ welche um den Pronaos des Pan-theons gehen/ und rundlich sind/ nicht aus dem Alter-tume fein.

§. 70. Von den Zimmern der Alten will ich nichtanführen und untersuchen / was von den alten Scri-

4t S.) berichtet. An dc»! große» Tempel zu Pästuniliefe» hohe Stufen ringsumher; aber zur Bequemlichkeitder Hinaufsteigende» war zwischen jedem Paar hoherStufen »och eine falfche Mittelstufe angebracht. Diesesind nicht niehv vorhanden, den vielleicht waren sie vonMetall oder anderem kostbaren Material/ oder vielleichtsind ste im Laufe der Jahrhunderte zu Grunde gegangen;aber man bemerkt ihre Spur durch ei»e gewisse Vertie-,fung zwifche» einer und der andern Stufe, welche ge-rade tauglich scheint, eine dritte zu halten, fo daß ansdrei Stufen fünf wurden, welches eine begueme Stiegegab, und zugleich dem Temvel zur Zierde gereichte, (paoli.Itovine (Zclla cittii >Ii ?csto, clissert. 3. >1. 49. i>. 104.)Fea.

l) lMan sehe unter den Abbildungen Numero