4Z« Bankunst der Alten.
benten angezeiget worden/ weil dieses theils schongesaget ist, theils ohne Kupfer nicht deutlich genugvorgestellet werden kan: ich begnüge mich/ dasjenigeanzumerken/ was ich selbst gesehen. Der Alten ihreZimmer/ sonderlich wo sie schliefe»/ waren vielmalsoben rund gewölbet/ wie auch Varro anzeiget:also war dasjenige/ welches Plini us in seinem Lau-rentino beschreibet;^) und man schließet aus sol-chen Zimmern des zweiten GestokS in der Villa H a-driani/ daß sie zum Schlafen gedienet haben/ auseiner großen Nische in denselben/ welche anstatt desAlkovS gewesen/ wo das Bette gestanden. Des Pü-tt ins' Zimmer hatte Fenster umher/ in jenen aberkomt das Licht durch eine Osnung von oben/ welchevermuthlich die Nacht verschlossen wurde.
Z. 7l. Aus den Trümmern der angeführeten Villaauf dem alten Tusculv/ ungleichen aus den Zim-mern einer prächtigen Villa bei der Stadt Hercula-num/ wo die mehresten Brustbilder von Marmor undvon Erzt in dem königlichen Museo zu Portici ge-funden sind/ könte man schließen/ daß der Altenihre Zimmer nicht sehr geräumlich gewesen. ^) Das-jenige/ wo im Herculano die Bibliothek stand/ undwo eine Menge von mehr als tausend Rollen Bü-cher gefunden sind/ war so beschaffe»/ daß manfast von ei»er Wand zur andern mit ausgestreketcnArmen reichen konte. In der tusculanischen Villafand sich unter andern ein kleines Zimmer mit einer
1) Oonject. in Varrvn. linA. lat. 1. 7. 2.
254.
2) 1^. 2. 17.
3) Man vergleiche die Briefe an Vianconi, obenS. 29. u. f.1