Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
436
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Baukunst der Alten.

Landschaft Phocis ihre Vcrsamlungcn hielten/ Stu-fen gewesen, welche zuni Sizen gedienet. Auch Ci-cero redet von einem Tempel ohnweit der Porta Ca-pena/ auf deren Stufen das Volk gesessen, l) Ebenso siehet man auf der Tabula Jliaca im Campi-doglio auf zwo Stufen um das' Grab des HektorSherum die Mutter/ Schwestern und Verwandte!:desselben sizen und weinen. Wen aber die Tem-

1) ^c>. I. cpist. i.

2) !''>>!l! ex^iic. Iliac. tal,. nun,, iic». t^vr! ^VIu?. (^u.ir-

Nach den Vorschriften/ welche Vitruvins (I. Z. c. Z>I. g. c. 2.) gibt/ sollten dieTrepen nicht sehr hoch sein,obwohl die Ausleger in der Erklärung von einander ab-weichen. Den am ersten Orte sagt er ausdrnklich/ nm»solle darauf sehen / die Stnscn zum Aufsteigen beauem zumachen. Auch Dio i>. ^3- 0. 21.) kair zum Beweistdessen dienen/ wo er sagt/ da» Julius Cäsar bei sei-nein ersten Triumph auf den Knien die Treven deSIn p i t e r t e ni p e l s auf dem Capitolio hinausacstiegen,und (I. 60. c. 2Z.) das; Claudius dasselbe gethan. Eswäre nicht leicht gewesen/ dies aus einer beträchtliche!!Zahl von Stufen zu bewerkstelligen/ wen sie sehr hochgewesen wären. An den Tempel»/ wo die Stufenringsumher laufen/ würde ich diejenige»/ welche ei-gentlich zum Hinaufsteigen bestimt waren / von denandern / welche zur Unterlage des Tempels diente»,unterscheide»/ so daß jene zur Neguemlichkeit der Hinauf-steigenden niedriger wäre»/ und die aildcrn höher/ wiees der Übereinstimmung und Größe des Gebäudes ange-messen war/ ungefähr wie die Stufen in den Theater»/welche da / wo man saß / höher waren/ als da/wo manhinaufstieg. In der That finde ich / daß an dem Tempelder C 0 nc 0 rdia zu Girgenti auf der Morgeni'eitc, w»ma» zur Vorhalle hiuausteigt/ die Stufen sehr nietn»waren; und von fechs derselbe»/ jede einen halben Palm hoch,find noch Neste vorhanden/ wie Baron Riedesel ci Vr,