Erstes Kapitel. 4Z5
Z. 68. Die Stufen waren allgemein bei den Al-ten höher/ als man izo dieselben in Palästen undbequemen Wohnungen zu halten pfleget/ und dieje-j iiigen/ welche um den einen Tempel zu Pesto herum-gehen/ (an den andern Tempeln sind sie nicht sicht-bar) sind ungewöhnlich hoch: sie haben drei rö-mische Palmen in der Höhe / und zwei und dreiViertheil Palme in der Breite/ so daß man mitMühe das eine Bein über das andere so hoch heben kan.Eben so hoch sind die Stufen um den erhaltenenTempel zu Girgenti/ und diejenigen/ welche um denTempel des TheseuS zu Athen gehen/ scheinennicht niedriger zu sein. Eben auf diese Art ist dieTrepe an einem Tempel in dem vatikanischen Bir-gitt o angegeben. An der größten Pyramide in Ägyp-ten sind einige Stufen drittehalb Fuß und anderepier Fuß hoch.^) Diese Stufen um die Tempel wa-ren allerdings beschwerlich zu steigen; eS dieneten die-^ selben aber zu gleicher Zeit auch dem Volke zumSizen/ weil in den mehresten alten Tempeln nichtviel Raum für eine große Menge Menschen war. Daßdas Volk aufden Stufen um die Tempel herum gesessen/zeigen einige Stellen älter Scribenten an. Pau-sanias saget/^) daß an einem Gebäude ohnweitDelphoS/ wo die Abgeordneten der Städte aus der
j) Es sehlt cm Drittel, daß die Stieg?» Von GirgentiundPästum so hoch seien, als Winckelmaü hier an-gibt, wie aus den A b b i l d u n ge n zu ersehen ist; aber auchschon bei 2 Palm Hohe sür eine Staffel scheint eö UII-begreistich, wie ste i»m Aufsteigen können gedient haben.Fea.
2) 1^0 !n>v. Kuine5 <Zcz xluz keaux Noiiuiu, ilc la Oröeez^ 1. pl. g. Fea.
3) pococke, Oesci-ipt. os llis ücast, t. 1. x.
4) I" 10. c. 5> lZ. i.)