-520 Baukunst der Alten.
ni zu Tivoli/ urtheilen kau/ so liebeten die Altenme»r die Finsterniß als das Licht: den es findet sichdaselbst kein einziges Gewölbe oder Zimmer/ wel-ches Öfuungcu zu Fenstern hatte/ und man mußglauben/ daß das Licht ebenfalls durch eine Ofnungdes Gewölbes hineingelassen worden; die Gewölberaber find um ihren Mittelpunkt herum eingefallen/und man kan sich nicht deutlich davon überzeugend)So viel ist gewiß.- daß sehr lange Gänge oder Ga-lerien/ welche halb unter der Erde waren/ und
t) Mir scheint, daß die Ruinen der Villa Hadrianikeinen Beweisgrund für diese Muthmaßung abgebenkönnen, da man nicht weiß, zu welchem Zweke diesesGebäude bestimt war. Bei den Autoren finde» wir imAllgemeinen das Gegentheil. P al la d iu s r<? i-ust. I. >.c. >2.) schreibt vor, daß die Landhäuser Viel Licht ha-ben müßen, und Bitruvius sagt dasselbe sowohlvon den Stadt- als Landhäusern (I. 6. c. 9 ). ÄusserstHelle waren die Landhäuser des Plinius, deren oben<S. 407.) erwähnt worden, und das von Lucian bc>schriebe«»: Haus (oben S. 4lS.); so wie das Bad desClaudius Etr »scus, welches Statius t I. >.c. 5.) beschreibt: und statt aller andere» Beispiele könnenso viele römische Geseze diene», welche zeige», wie an-gelegentlich man bei Stadt- und Landhäusern daraufsah, daß die Nachbarn nicht das Licht derselben Ver-baueten; wie in den Pandekten, dem Coder undden Institutionen zu lesen ist. Lukas Holstein,Marsilius Cagnatus :c. welche über die engciiund sparsam angebrachten Fenster der Alten dieselbeMeinung wie Winckelma» hegte», sind von Donius
lengrest. >,c«I 919.)/ vom Pater Min u to l 0 lvis-seit 4. t><! !)»»> <!cct. 2. I»c. cit. col. 92.) u. a. dortangeführten Autoren widerlegt worden. Doch willich darum nicht durchaus läugne», daß ei»ige ihre Fen-ster enge gebaut habe», den aus den Briefe» desCicero an denAtticus ll .2, rpiüt Z.) weiß man, daßder Baumeister Evrns sie so machte. F ea.