Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
418
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Baukunst der Alten.

§.69. Fenster hatten die in's Gevierte gebaue-ten Tempel insgemein nicht/ und kein ander Licht/als welches durch die Thüre hineinkam; und dieseszu Vermehrung der Ehrfurcht des Orts/ welcherdurch Lampen erleuchtet war. LncianuSsaget mit ausdrüklichen Worten / daß die Tempelnur durch die Thüre erleuchtet würden. ^) Die äl-testen christlichen Kirchen haben ebenfalls wenig Licht/und zu S- Miniato in Florenz sind/ anstatt desGlases/ Tafeln von flekichtem Marmor eingesezet/durch welche ein wenig Licht fallt.^) Einige runde

Thurm hingen. Sie wurden bei den Alten vels genant/und von ihnen naiite man die Zimmer erster, zwei-

fübcr die Befestigung und Zapfen der Thüren seheman das Sendschreiben an den Graven vonBrüht. H. 7t — 72.Z

1) BaronRiedesel (Reife,c. ^ Br. 40S.) bemerkt/ daßan dem Tempel der Coneordia in Sicilien sich keineSpur von Fenstern sinde/ und vermuthet daher/ daßer kein anderes Licht als durch die Thür' empfangenhabe. Aber Seite Zl fagt er/ daß im Kloster St. Ni-kolaus in derselbe» Stadt ein kleiner wohl erhaltenerTempel fei/ der ein kleines altes Fenster habe. Fea.

2) De Ooiuo. S. 6. 19?.

W i n ck elnia n hat hier den Lucian wohl nur flüchtigangesehen. Es heißt daselbst Inack der übersezung W i e^la n d s^I: „ deii daß er/ z. B. gegen den schönsten Theil„ des Tages/ gegen die aufgehende Sonne liegt/ und also/„ sobald seine Flügelthüren aufgethan werden/ bis zum1, Überflüsse mit Licht erfüllet wird/ — eine Richtung/„ welche unsere Alten auch den Tempeln zu geben pfleg-„ teil/ u. s. w. " Dieses hat aber gar keinen Bezugauf die Fenster/ den er sagt weiterhin/ daß das Hausderen aus allen Seiten hatte. Fea.

lNei fe A na cha r fis des Jünger»/ S Anmcrk. z.jZ K.Z

ZZ Es ist irrig , daß die ältesten christlichen Kirchen wenig