Erstes Kapitel.
Tempeln wurde vor die Thüre ein starker gewürketerVorhang gchänget, welcher in dem Tempel derDiana zu Ephesus von unten hin ans gezogenwurde; i„ dem Tempel des Jupiters zu Elisaber ließ man den Vorhang von obenherunter. 2)Zn den Häusern waren die Thüren im Sommer mitFlor bespannet.^)
t) Buonarroti (Oserv. !stor, üopr. alc. meilsgl SIN,
tav. >. ». 6. x. 20.) bat geglaubt/ aus einer Münzedes Hadrianus eine Spur eines solchen Vorhangeszu finden/ wo dieser Tempel der Diana/ oder viel-mehr die Capelle oder das Tabernakel derselbe»/ vorgestelltist. Aber er hätte bemerken können, daß jener Vor-hang nicht in die Höhe gezogen erscheint, wie Pausa-»ias sagt/ sondern gleichsam von einer Seite flat-tert. Ein Beispiel eines Vorhanges/ der so mit dreiSchnüren in die Höhe gezogen wird/ findet sich in den<Z'Lrcolaiiv (t, i. tuv. i!.). Fea.l Nach den Untersuchungen des Herrn Hosrarhs Al. HirtVon Berlin, welche er über den Tempel der Dia-na zu Ephesus angestellt hat (Berl. ISll?. 4.1, isthier weder ein Vorhang vor dem Bilde derGöttin, noch vor der Thüre der Cella anzuneh-men: sondern ein prächtiger, großerTevich, derbei Festen als Überhang die Sonnenstralen und Hizeabzuhalten bestimt war/ die durch die obere Osnung desTempels hineindringen koiiten / indem sowohl der Tem-pel der Diana zu Ephesus/ als jener des Jupiterszu Elis ein Hvpaethros gewesen. Daß man in je-nem den Überhang auswärts zog/ kam daher/ weilman ihn wahrscheinlich oben in einer Luke unter demDache verwahrte, da die Behältnisse für den Schaz imGebäude selbst angebracht waren. Den Überhangzu Elis aber ließ man herunter/ wen man ihn weg-nehmen wollte, weil sich die Behältnisse sür den Tem<pelschaz in besondern Gebäuden auswärts befanden.)
Beide sprechen von Vorhängen / die beständig vor de»