Banknnst der Alten.
§. LS. Diejenige»/ welche klügeln wollen/ mei-nen und behaupten/ daß die Thüren von Erzt ander Rotonda nicht für diesen Tempel gemachet/sondern anderwärts weggenommen sein/ und dieses jhat sich auch Ke»Hler erzählen lasse«/ ohne dieUrsache anzuführen/ welche jenen das Gitter überder Thüre scheinet; diese sollte nach ihrer Meinungbis an ihren oberen Balken reichen. >) Wer aberdie herculauischen Gemälde hat/ wird auf der ver-meineten Dido eine solche Thüre finden/ an wel-cher das Gitter oben befestiget ist: eS dienet dasselbezu Erleuchtung des inneren Gebäudes. An bür-gerlichen Häusern war über der Thüre ein freierStand herausgebauet / welchen man in ItalienNinghiera/ im Französischen Baleon nennet:im Griechischen hieß es In einigen
j) Fico ro >'i tle v?3t!A. ^om.->m. I. I. c. 20. p. 1Z2.)gibt als bekant an, daß die antiken Thüren aus Bronzevon Genserich/ König der Gotheii/ weggeführt wor-den, aber er nent keinen alten Autor, der es er-zählte. Ihm folgte auch Venuti, (Xccurat. e succ,
pius, der die Plünderungen Genserichs erzählt, er-wähnt diefer Thüre» gleichfalls nicht. Vorsichtiger zwei-felt daher Nardini (kou>. ->»t. I. 6. c. 4. x. 2g5.) blos,daß es nicht mehr die alten Thüren seien; Venutisezt noch hinzu, daß diese beiden Thüren neuerer Zeitseien aus Zapfen gestellt worden, und daß die altenmit Haspen auf Angeln gegangen. Fea.
2) pilt. (1'LrcaI, t. I. tav. iZ> x, 7Z.
Z) v.
Bei den Lateinern monianurn oder mirniannm, wiebeim Vitruvius (I. 5. c. >.) u. a. daher das italiä-nische Wort m!gn.i»o entstanden ist. Man sagte auchSolarium, italiänisch Lolariuin und inrxnirlnuni aber
»ante man auch die Terrasse oder das flache Dachder Häuser, wie man ste noch jezo in Neapel steht.(Isiäor. vrigln. I. iZ. 5, llicrva. exi5t. io6.) Zea.