<02 Baukunst der Alten.
gen angebracht worden/ beweisen 6 ionische Ka-pitaler in der Kirche zu S. Maria in Trasteve-re/ in der Mitte von deren Volute» / wo sonst dieNose ist/ ein Brustbild des HarpokrateS/ mitdem Finger auf dem Munde/ gearbeitet stehet.In der Kirche zu Santa Galla/ sonst auch S.Maria in Portico genant/ von dem Portic»des Metelli oder Octavia/ waren noch zu Bcl-lori Zeiten t) Säulen mit ionischen Kapitäler»/und vielleicht waren unter denselben einige den be-schriebenen ähnlich: izo aber sind Pfeiler anstatt derSäulen/ und diese sind barbarischer Weise in derMitte von jenen vermauert/ wie zu unsern Zeitenin der Kirche zu S. Croce inGerusalemmegeschehenist.
§. An den alten ionischen Kapitälern stehe»die Voluten in gerader Horizontallinie/ undwurden zuweilen nur herausgedrehet an deu Ek-säulen/ wie an dem Tempel deS Erechtheusgeschehen:^) in der lezteren Zeit des Atertums aberfing man an/ alle Voluten herauszudrehen/ welchessich unter andern an dem Tempel der Concordiazeiget/ so wie insgemein in neueren Zeiten geschiehet/und es ist irrig/ wen man glaubet/ Michael An-gela habe dieses zuerst gezeiget ES ist auch die-ser nicht der erste/ welcher das ionische Kapitäl e r-höhet hat/ sondern sie waren eben so hoch schon
, Stz -Ioka!!,, nent. Aber V! truvi u s (I. z.c, Z,) unterscheidet keine Ordnung/ welcher die sxira be-sonders zukomme/ und wir sehen auch in der korin-thischen und zus.imengesezten Ordnung die Baswvon zwei Wulste» mit Bildwerk verziert. Fea.i) IVots- sck si-ZAM. vestig. vct. komss. tab. 2. x. >o.
, kuines 6es plus I>eaui Iii/Illum. t. I. psrl- z-
p. 5l.
Z) Uurucqicli!, Vite 6«' xktt. t. i.F. ^S.