Erstes Kapitel.
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arbeiten ließ: den LigoriuS/ welcher Ctükevon denselben gesehen/ berichtet in seinen nngedruk-ten Altertümern in der vaticanischcn Bibliothek,daß diese Säulen im Durchmesser Zv Fuß gehalten;folglich mußten sie wenigstens 80 Fuß hoch gewesensei»/ wie auch dieser Scribent angibt.
1) plutorcli, poplic, c. IZ.
2) Ligorio in, lS Buche seiner ^»ü^Iülä, welche sich in dergenanten Bibliothek unter den ottobonischen Handschris-ten befindet (N. ZZ76.) bei dem Worte l'euixio (Rükseitedes Bl. 51.) sagt blos, daß die Säulen jenes Tempelsvon »cntelischem Marmor unten am Ansänge des Schafts? Palme gehalten haben ; aber er gibt keinen Beweis da-von. Mir scheint es unglaublich, da« dieser Tempel Säu-le» von solcher Dike gehabt habe. Es ist zu bemerken,daß derselbe, als er zuNespasians Zeiten wieder aus-gebaut wurde, «ach dem Ausspruche der Wahrsagernicht größer im Umfange, sondern blos höher er-baut werden durfte, wieTaeitus (»ist. 1.4. c. 5Z.)erzählt. Eben so wird man eS auch nachher gelialten ha-ben, als er aufs neue von Domitianus wieder herge-stellt wurde; und wahrscheinlich hat man, um demalten Plane treu zu bleiben, die aus Athen herübergebrachten Säulen von pentelischcm Marmor überarbeitenund dünner machen müßen. Die Meinung des Nar-dini (Kon», I. 5. c. iZ. rt-A. 6. p. 267.) und an-derer, welche glauben, daß diese Säulen dieselben seien,die man gegenwärtig noch in der Kirche Araeeli aufdem Eavitolio sieht, ist völlig ungegründer, wie der Pa-ter Casimi r i» seiner Geschichte derselben (c. 6. x,. 2ZS )zeigt. Diese Säulen sind sämtlicb an Höhe und Dikeungleich; überdies sind einige von weissem Granit, an-dere von rothem, andere von Cipvllino, andere von Pa-vonazetto und anderem Marmor. Größere Sänlen, alsdie oon Ligorio angeführten, würben auch die gewe-sen sein, von welchen der Pater Minutolo (Disserl,7. lle Mtlis. judic. >. c. col. >5g.) sagt, daß ste zu seinerZeit, d. i. in der Mitte des l7 Jahrhunderts, im Non-nenkloster S. Eufemia (aus Irrtum sagt er S- S u sa»-
Winckelman. 2. ^ 7