Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
376
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376 Baukunst der Alten.

man ließ einen Raum von etlichen Fuß breit.Dieses hat der Herr Cardinal Alexander Albaniin einem seiner prächtigen Lusthäuser/ zu CaftelGandolfv/ nachgemachet.

§.26. Zu Aufhebung großer Lasten beimBauen bedienet man sich unter andern eines Rades/innerhalb welchem Leute liefe»/ wie dergleichen aufeiner erhobenen Arbeit vorgestellet ist/ welche auf demMarkte zu Capua eingemauert stehet.

§.27. Von der Bekleidung der Mauern ist zumerke»/ daß dieselben an öffentlichen prächtigen Ge-bäuden mit gleicher Sauberkeit geleget wurden/ siemochten betragen werden oder nicht; und wen dieBekleidung abgefallen ist/ siehet die Mauer auS/ alswen sie gemachct worden/ bloß zu erscheinen. DasBetragen der Mauern geschahe mit mehr Sorgfaltals izo: den es wurde bis an fiebenmal wiederholet/wie VitruviuS anzeiget/ jeder Auftrag dicht ge-schlagen/ und zulezt mit gestoßenem und sein ge-siedetem Marmor überzogen; eine solche Beklei-dung ist dennoch nicht über einen Finger dik.

tl Mazzoechi hat davon (.imxliill,. Oamp.in.) eine Ab-bildung gegeben, l welche hier unter Num. wie-derholt ist.) Fea.

2) I>. 7. c, 4.

Z) Das Verfahren, welches V itru vi u s (l,?. c, >?>) lehret/ istweit mühsamer als Winekelnia st es hier ahnen läßt, nndin der That mußte die Bekleidung diker und hoher sein. Fea.

Nach Rodes übcrsezung lautet die Stelle des Vitru-vius, wie folgt: „Ist das Gesimse vollendet, so beraxe>, man die Wände sehr grob, puze sie aber nachher, wen„ die Beravmig sast troken ist, dergestalt mit seinem„ Kalkmörtel ab, daß die Breite »ach Schnur und1, Richtscheit, die Hohe »ach dem Bleilothe, die Winkel„ aber »ach dem Winkelmaße, eingerichtet werden; deii>, »ur also wird stch die Bekleidu»g gut zu den Gemäl-