Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
377
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Erstes Kapitel.

377

ES war daher eine übertiinchete Mauer so glatt alsein Spiegel/ und man machete Tischblätter aus solchenStiiken Mauerwerk. Hn den sogenanten SetteSale von den Bädern des Titus zu Rom/ undin der Piscina mirabile beiBaja/ ist man nichtim Stande/ von den Wänden und Pfeilern die Be-kleidung abzuschlagen/ den sie ist so hart als Eisen/und glatt wie ein geglätteter Spiegel, t) Zn ge-

„ den schiken; und sängt dieser Abpuz zu troknen an, so„ wird noch ein zweiter und dritter gemacht. Je mehr„ dieser Abpuz von seinem Kalkmörtel Grund hat, um>, desto fester und dauerhafter wird auch die Bekleidung„werden. Nachdem, ausser der Beratung, nicht weni-„ ger als drei Aufträge von seinem Kalkmörtel gemacht„worden, so überziehe man die Wände mit einem„ Taige aus grob gestoßenem Marmor, der also anzu-„ machen ist, daß er beim untereinandcrknctten nicht an„ der Kelle hängen bleibe, sonder» daß man diese allemali, ganz rein wieder ans der Psanne herausziehe. Ist die->, ser Überzug fertig, fo mache man, bevor er völlig troken„ geworden ist, einen zweiten etwas feinere»; und »ach-,» dem man diesen dicht geschlagen und wohl gerieben,i, einen dritten »och feineren. Sind auf folche Weise die„ Wände mit drei 'Aufträgen vo» feinem Kalkmörtel und„ mit eben fo vielen von Marmorstucco versehen, so st»d sie„ nicht allein vor Rissen und andern Gebrechen gesichert,„ sondern sie werfen auch, wen sie mit Stöken dicht ge-„ schlage», und mit hartem Marmorstaube geschliffen, zu-„ gleich aber beim Poliren mit Farben überzogen werden,„einen schimmernden Glanz von sich." Fcrnow.

Jeder sieht, daß Vitrnvins hier von einem Über-züge spricht, aus welche» gemalt werden soll, wie er imVerfolge noch deutlicher sagt; er rath ferner, sie nichtdüii, sondern so dik als möglich zu machen. Fea.t) Mit Recht bemerkt der Pater Paoli (<1! , tsv. 6i. iol. Z/,.), daß diese Härte nicht so-

wohl der Bekleidung, als Vielmehr dem vom Wasser ent-standenen Absaz zuzuschreiben sei, welcher von der äusser-ste» Härte ist, und den man schleifen muß, um feinerOberstäche Glätte und Glanz, zu geben. F e a.

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