Erstes Kapitcl.
§. 6. Die zweite Art, nämlich der Tufo, ist/als erdartig/ viel weicher als jener/ und bei Neapelgibt es eine Art/ welche mit der Axt bearbeitetwird. Eine andere Art von Tufo ist derjenige/ wel-cher auch bei Neapel gegraben wird/ und Rapillohcisset; vermuthlich sollte man Lapillo sagen.Dieses ist ein steinichter schwarzer Gries/ und eSwerden mit demselben die Estriche in vielen Häusernund auf allen platten Dächern daselbst geleget. Die-ser Gries findet sich auch oberhalb Frascati/ bei demalten Tusculv/ wo er Rapillo genennet wird:cs ist vermuthlich eine Wirkung von einer ehemaligenEntzündung der Gebirge daselbst/ wo man auchStufenwerke in kleinen länglichen Würfeln häufigfindet. Wen die alte römische Geschichte meldet/daß es zuweilen bei Albano Steine geregnet habe/so ist dieses wahrscheinlich von einem Auswürfe derGebirge zu verstehen.
§. 7. Der Tufo wurde vor Alters in Quadrat-stiiken gebrochen/ und nicht allein zu Grundlagengebrauchet , sondern es wurden auch ganze Gebäudedavon aufgeführet/ und die Wasserleitungen ausserRom, welche nicht von Ziegeln sind/ sind von Tufo
l) So nennet matt ihn zu Neapel. Fea.
A Er findet sich auch in der Gegend um Vellctri, undDoctor Lapi, welcher ihn ausVcrlangen des CardinalsBorgia chemisch untersuchen mußte, fand/ wie derPater Becchetti berichtet/ dag dieser Ravillv ausEisen/ das vom Magnet leicht angezogen wurde, ausAlcali, das mit Sauren brauste, und aus ver-glaster Erde, also aus den nämlichen Bestandtheile»/wie Pn;; olana, bestehe. Man sehe des Doctors LaviAbhandlung im (ünrttalo «le' I^etteratl, »It. 1^56. alt.
e Fea.
Z) !.iv. I. i. c, >2^ n. Z>. 1^ 25. c. 6. n. 7.