Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
328
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Alte Tempel

welche diker als ich waren, konte» bequem darin stehen, und die Beschreibung des Diodorus ist richtig, ohn- geachtet ste durchgängig für fabelhaft gehalten worden.» Ich suchte unter den Trümmern fo viel Theile der Archi-tektur auf, als mir möglich war; und Folgendes habeich gemessen: EinTriglyph ist 12 Palm hoch, 8Palm breit; die Cella, so Viel ohngesähr aus den Trümmern zu schließen ist, hatte l25 Schritte in der Länge. Ich suchte den ganzen Tag ein Stük von derCornische, allein vergebens; bis ich endlich den folgenden Tag glüklicher war, und ein sehr be- schädigtes Stük antraf, das 4 Palm in der Höhe hatte, welche Proportion ziemlich mit den übrigenTheilen, der dorifchen Ordnung gemäß, übereinstimt.Aus den Stüken der Säulen stehet man, daß, dem Diodorus gemäß, solche Halbfäulen, Halbpi- laster waren. Ein Kavitäl derselben, welches ich>, messen konte, hat mit dem Theile des Masters 16 Palm in der Länge oder der Breite, und 8 Palmin der Höhe. Die Pilaster bestehen aus Steinen,welche S Palm im Viereke, zusammen 36 Palm,groß find; und ich fand zu meiner Verwunderung, daß dieselben lli form-, oder Manier» I'usüca waren; das heißt, daß die Steine durch eine Vertiefung oder Einschnitt von einander verschieden find; dieser Ein- schnitt ist einen halben Palm breit und tief. Die- fes ist, was ich mit Gewißheit von den Überbleibseln dieses Tempels habe messen können. Mir hat es genug gethan, weil ich mir daraus einen Begrif von der Größe desselben machen koiite. Ich wünschte die Grö- ße von St. Peter in Noni und die Verhältnisse mit diesem Tempel vergleichen zu können. Daß der lezte prächtiger rind schöner in das Auge gefallen, glaube ich ganz gewiß, und nichts kan majestätischer als die- ses Gebäude erdacht werden. Stellen Sie sich, mein Freund, die Größe der Säulen, die zierliche Form des Tempels, welche weit schöner als ein Kreuz, dem St. Peter gleichet, ist; die Ansicht des ganzen Ge- bäudes, die Festigkeit in den Pilastern, die schöne Bildhauerarbeit, wovon D iod orus redet, uud wel-, che izo Völlig zerstört ist, kurz alles zusammengenom-^men, vor: so glaube ich, daß ein viel edleres Ge-