Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
310
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Me Tempel

der Friese selbst gearbeitet, sondern in dieselbe ein«gefuget/ und an dem einen Temvel zu Pesto fehlensie alle bis auf einen/ welche vermuthlich in barbar-rischen Zeiten weggenommen sind.

§. tZ. Da die Triglyphe» über den vier Eksäu-len gegen die Schärfe der Friese gerüket sind/ sowürde die Metope von ihnen etwas größer sei»/ alsdie ander»; sie ist es aber dem Auge nach nicht/weil die nächsten Säulen an dem Ek enger stehen/als' die in der Mitte»/ so daß die Zntercolumniader drei Säulen von jedem Ek an kleiner sind/ alsdie folgenden^ jedoch mit diesem Unterschiede/ daßder erste Raum kleiner ist/ als der zweite, und die-ser kleiner als der dritte; welche Verschiedenheitaber nicht durch das Auge/ sonder» durch Messengefunden wird. Die näher an einander stehendenEksäulen hatte»/ wie sich schließe» lässet/ die Fe-stigkeit des Gebäudes zum Grunde, i)

§. Die fünf großen und oben rundliche»Öfnuttgen statt der Fenster an der Seite des Tem-pels zu Girgenti sind/ wie man offenbar siehet/ inspäteren Zeiten durchgebrochen/ und vermuthlich vonden Saracenen/ welche diese» Tempel gebrauchethaben/ wie sich Nachricht sindet: den die vierekige»

auf dieselbe Weift angeordnet sind; so auch an demSarkophag des Seivio Barbatus, einen« Denk-male aus dem usten Jahrhunderte Roms/ welcheserst im Jahre 1780 i» der damals entdekten Gruftder Seipionen gesunden wurde. Fea. lDie Al-di ldung davon unkcr Numero 12 und 1Z. )i) V itruvius (I. Z. c> 2,) will/ daß die Ekiaule» um tenfünfzigsten Theil diker sei» solle»/ als die übrigen Säu-le»/ damit sie nicht in dem srcien Lustraume/ dem sieausgesezt sind/ dünner erscheinen. Le No» behauptet/daß man an den Eken der Festigkeit wegen Säule» vonovaler Rundung gesejt habe. Fea.