neuest, hercul. Entdek.
L97
verstanden wird. D^ii auf diese Art aufgewikelt,stand die Schrift allezeit in der Quere; sondern manhielt das eine Ende unter dem Kinne, um geradeaufznwikeln, und das Anfgewikelte hernach in seinergehörigen Richtung zu lesen. Mit dem Papiere un-ter dem Kinne konte man weder die herculamschenSchriften lesen, welche colonnenweiS in der Breitedes Papiers geschrieben sind, noch angezeigete Ur-kunden, deren Schrift in der Länge heruntergehet.
§. 112. Die blinden Linien, welche gezogenwurden, um gerade zu schreiben, hießen wie
uns HesychiuS lehret. In den Anmerkungen zudiesem Scribentcn wird dieses Wort erkläret : !-><:»-
um inter sciilienclum in cers 8eu corNce
5>)Io exarütle, welches nicht die richtige Bedeutungdes Worts «x°x5?, in der Schreiberei gebrauchet,sein kan, und auch dem ursprünglichen Sinne des-selben, wo eS Furchen Heisset, zuwider ist.
§. 113. Vom PhilodemuS, dessen Schrifteydie ersten stnd, welche aufgewikelt worden, führetLaertiuS das zehente Buch von der Vereinigungder Welt weisen an. ES schrieb derselbe, wie seinMeister EpiknruS, von der Redekunst und vonder Musik, als welcher sich wider diese erkläret«. Esuntersagete derselbe alle Unterredung von der Mu-sik über Tische, und räth den Königen, an ihrenTafeln lieber alle mögliche Possen zu dulden, alsmusikalische Untersuchungen. 2)
K. 11-4. Wen wir von dem Werthe der philo-b einische n Schriften in Absicht der Schreibart, ansderjenigen, die dem Epikurus und dem Metro-doruS eigen war/ schließen können: so würde in
i) 8ck>vai'2,. Oiss. ornam. likror. Z. »9.
2009. I. 25. H. Ltexli. iZ.