29« Nachrichten v. d.
jenen nicht viel Zierlichkeit zu suchen sein. Denwir wissen/ daß Epikurus auf die Wahl/ Ord-nung und Verbindung der Worte und der AuSdrükegar nicht bedacht war/ und daß er gelehret habe:„ die Natur mache im Reden alles'/ und die Kunst„nichts;" daher derselbe die Zierlichkeit im Redenseinen Schülern untersagete/ so wie er mit Ver-achtung von den Wissenschaften allgemein soll geur-theilet haben. Die Rede vom Epikurus erinnertmich an folgende nicht bekant gemachete Inschrift inder Villa Albani/ welche wahrscheinlich von Perso-nen/ dieser Secte zugethan/ abgefasset und gesezetworden:
ossvä. nriQroni-vwä. Li'c^vri-.
5IVI.5IS. vivr. virs
r?. II0KX8. ?KV?NIVAI. I5L1. KIUII..
L^I.VIVL. ür. ri^os. väivr.
§. iiL. Nach Anfwikelung der vier erstenSchriften/ nämlich des Philodemus'/ wurde Handan die fünfte geleget/ an welcher sich der Anfang/der an jenen mangelte/ erhalten hat/ und es entde-ket sich der Name des Scribenten wel-
ches entweder der Landsman des TheopbrastnsErefins und Mitschüler desselben sein kan/ derwie dieser/ über Pflanzen und Gewächse schrieb/oder der stoi sche Philosoph und Schüler des Posi-donius/ welcher/ wie Laertius angibt/
geschrieben bat. Der Name vonbeiden aber findet sich anderwärts mit einem Hota/und nicht/ wie hier/ mit einem ü geschrieben. Nach