Nachrichten v. d.
beschriebenes Papier den Kindern/ um sich imSchreiben zu üben. Das Papier war/ wie Pli-niuS nebst dem AusoniuS und Cassiodorusmeldet/ schneeweiß. Unter denen/welche irrig gla!«ben/ daß das Papier von dem Stamme einesBaums genommen worden/ ist auch Nitters-hausen.
ß. t»9. Von dem Leime / mit welchem dieStüke Papier auf einander geleget wurden/ bat dasvorderste der an einander geleimcten Blätter denNamen bekommen/ wo die Aufschrift ei-
nes Buchs gesczet war/ so wie das lezte Blatt ebendaher hieß. Wen eine Rolle Schrift
auf solche Art geleimet war/ wurde dieselbe be-schnitten/ welches sich an den herculanischenSchriften nicht undeutlich entdeket. Das Werkzeugzum Beschneiden hieß sioil», und im Griechischen
Z. tlo. So wie die Röhre/ oder das Stäbchen/um welches eine Schrift gewikelt wurde/ weil es inder Mitten lag und hervorraget-/ der Nabel ge-nennet wurde: eben so Karte diese Benennung dieErhobenheit auf dem Mittel der Schilder. 5)
Z. m. Im Aufwikeln der Rollen Schriftenpffegete man das eine Ende mit dem Kinne zu fas-sen und zu halten/6) aber man konte nicht zu glei-cher Zeit lesen/ wie der angeführte Dichter hier
1) Horat. I. i. epist. 20. v. 17.
2) Obgerv. ad piissär! isk. p. 5o.
3) Lalinas. usur. 415.
4) H.uc!an. arlv. iiidoct. c. 3.
6) ZVonn. Olon^s. I. 40« p. I. 9.
6) Alarüal. I. 1. 67.