Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
295
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neuest. hercul. Entdek. 296

ist von groben Fäferchen/ welche dic Dike eines ziem-lichen Zwirnfadens haben. Von eben dieser Gat-tung/ und wie diese gefüttert/ sind noch einige Ur-kunden in dem Archive zu Navenna aufbehalten. ESfinden sich aber nicht in gedachter Bibliothek die aufPergament geschriebenen Reden des' heiligen A uJu-stin u 6/ welche hier und da mit Blättern von ägyp-tischem Papiere durchschossen waren/ wie Mabil-lon berichtet/ der dieses Werk in der Bibliothekdes Präsidenten Petav gesehen/ die von der Köni-gin Christi na gekaufet wurde/ und nachher der Va-ticana ist einverleibet worden. Es wird diese Hand-schrift nebst vielen andern entwendet sein/ ehe die-ser Schaz aus Schweden nach Rom gebracht worden.

§. 408. Die herculanischen Schriften/ derenPapier einfach und nicht gefüttert ist/ beweisen/ daßman aus des PliniuS Beschreibung der Zuberei-tung des Papiers zu Schriften/ wo nur allein des ge-dope lte n Papiers gedacht wird / einen irrigen Schlußgemachet haben würde/ wen man geglaubet hätte/daß die Alten auf kein einfaches Papier geschrieben.Das einfache Papier aber war zu dünne/ um aufbeiden Seiten zu schreiben/ und wen dieses gesche-hen sollte / wird das Papier haben müßen gefüttertwerden/ wie man sich das Papier der hundert undsechzig Bücher cornineiitsriorulii eleclorum vor-zustellen hat/ welche der ältere PliniuS hin-terließ/ die auf beiden Seiten geschrieben wa-ren.^) War nur eine Seite beschrieben/ und dieSchrift hatte ferner keinen Gebrauch/ so dienete dieledige Rükseite zu ersten Entwürfen der Gedankenoder zu Anmerkungen/ welche daher aäver-->i-is ge-nennet wurden/ weil sie iri sclverz» psite, auf derumgekehrten Seite des PapierS/ verzeichnetwaren. Man gab auch dergleichen auf einer Seite

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