Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
278
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Nachrichten v. d.

gcleget/l) aus eben dem Grunde/ welcher daS Ver-schneiden zur Stimme gelehret.

K. 78. Es verdienet auch der linke Arm bis anden Ellebogen von einer Statue in Erzt gedacht zuwerden, welche einen Cestuarius vorstellet«:/ dasist/ dessen Hände mit Schlagriemen bewasnetsind. Von dieser Art Kampfer geben uns Dichterund alte Denkmale/ sonderlich eine erhobene Arbeitin der Villa Aldovrandini/ einen hinlänglichenBegrif; aber so deutlich/ wie an obgedachtem Armezeiget sich diese Bewafnung nirgend. Es ist dieselbehier ein Handschuh mit Fingern/ welche nicht bisan die Nagel reichen; im übrigen ist derselbe lang/wie ein Weiberhandschuh/ und innerhalb der Handaufgeschlizet. Das Ende desselben ist/ gegen denEllebogen zu/ unten mit einem Stük wolligenSchaffell eingcfasset/ und beideS/ sowohl das Fell/als der Handschuh/ sind mir Riemen umwunden.Um die Hand herum und über die Knöchel ist einNiem von Pfundleder aufgestellet/ noch breiter alsein starker Daum/ vier bis fünfmal über einandergeleget/ und von neuem wie mit dünnen Riemenfest umher zusammengebunden.

s. 79. Von großen Brustbildern in Erzt sindbis izo 2t entdeket. Der schöne Seneea/ dessenich in dem Se ndschreib en gedacht habe/^) könteallein ein Zeugniß wider den Plinius geben, wel-cher vorgibt/ i>aß man unter dem Nero nicht mehrverstanden habe/ in Erzt zu gießen.^) Von demschönen Barte des vermeinten Plato könte gelten,

») lüels. INeilic, I. 7. c. 2?. cnns, HIcrcurial. Vor. I.ect, I.e. 19. Vnr OI15. 2. c. 6.

2) Man sehe oben §. SZ. S- t57.1

Z) Lessing, i» seinen Fragmenten zum zweiten TheiledeS Laokoon (S. 74.) erinnert gegen diese Behaur-