263 Nachrichten v. d.
maßen, diese Gewohnheit auch im PlautuS ange-zeiget zu finden, jedoch mit einigem Zweifel überdie Nichtigkeit des Textes, in diesen Worten dessel-ben :
— — Nie isti ksxiin nus<^u»rn zpp»resi!t,
<)iii liic a^öo /ini-iele aliena o^^u^naut Iion».
wo die Mehresten ^e-e. anstatt ?a,vcte> lesen, undgleichwohl saget Suidas ausdrüklich, daß eineweisse Wand zu Ankündigung bürgerlicherGeschäfte gedienet habe. Angezeigete Inschriften he-ben den Zweifel über die Nichtigkeit des angeführetenOrts, und beweisen klärlich die Art, in welcheröffentliche Sachen überhaupt, als insbesonderedie Verordnungen des PrätorS, auf einerweifsen Wand geschrieben und angekündiget wor-den, so daß eben dieselbe weisse Wand der bestän-dige Ort zu diesem Gebrauche sein konte: den manüberweissete dieselbe jedesmal, wen eine neue An-kündigung zu machen war.
Z. 43. Zu diesem Thore fükrete die gepflasterteStraße, von welcher ein beträchtliches Stük entde-ket und geräumet worden. ES ist dieselbe 26 rö-mische Palmen breit, mit Erhöhungen von Werk-stüken auf beiden Seiten für die Fußgänger, jede40 und einen halben Palm breit, welche zu denbeiden Eingängen zur Seiten des großen Bogensführen. Das Pflaster ist sehr auSgefahren, das ist,man stehet in den dicht aneinander gesugeten großenSteinen sehr tief eingeschnittene Gleise. DieSteine sind wahrhaftige Lava des Vesuvius, undvon den Alten gebrochen, ohne die Art Steine zukennen. Diese, als die gemeinste Art derselben/
1) z . 8e. 2. v. 2 ! '
2) V. xevxw/äcs.