neuest. hercul. Entdek. 2^9
siehet/ wen sie geschliffen und geglättet ist/ dem säch-sischen grauen Serpentine am Ahnlichsten. Es findensich aber mehrere Arten in kleinen Stüken/ undman zählet an 3vo verschiedene Vermischungen/von welchen besondere Samlungen gemachet undverkaufet werden.
§. 44. Aus der linken Seite dieser Straße/und unmittelbar an dem Thore und an der Straße/stehet ein großes Basament aus Werkstüken von2Z und einem halben römischen Palm in der Länge/und von 13 und einem halben Palm in der Breite/welches geräumlich genug ist für eine O.uadriga/die hier kaii gestanden haben/ wovon sich aber keineSpur gefunden hat. Den da dieses Basamentnicht über einen Palm unter der Erde stehet/ undfolglich was auf demselben gestanden/ ans der Ver-schiittung hervorgeraget/ so wird dasselbe weggeführetworden sein.
K. 46. Auf der rechten Seite der Straße stehendrei Grabmale. Das mittlere/ welches völligentdeket worden/ hatte eine besondere Bauart: denes war von zwei gemauerten Viereken . eingeschlossen/von welchen das äussere viel längliche Öfnungen nachArt der Schießscharten hatte/ und die ganze MauerWar mit Gypse überzogen. In der Mitte stand einrundes Werk/ welches das Grabmal selbst war:dieses Grabmal aber ist/ ich weiß nicht waruni/niedergerissen worden. ES war der Mammia/einer Priesterin der Stadt Pompeji/ errichtet/ wieeine Inschrift in großen Buchstaben/ von andert-halb römischen Palmen lang/ zeiget/ welche an derLehne eines Sizes in einem halben Zirkel vonWerkstüken eingehauen ist/ und vor dem Grabmalestand. Die äusseren Enden dieses Sizes sind nachArt der Löwentazen gearbeitet/ und der Durch--messer dieses Werks ist an 20 römische Palme/ und