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daselbst ausgegrabene Stüke anzeigen. Zonische oderkorinthische Säulen schienen hier anständiger gewe-sen zu sein.
§. 2>i. An der herculanischen Scena ist keineEäulenordnung/ sondern Pilaster/ und zwischendenselben Felder/ und die ganze Facciata/ welchein der Mitten eine Ausschweifung nach Art einerNische machet / war mit Marmor bekleidet. In der-selbe» gingen/ wie in allen Theatern/ drei Thürenauf das Proscenium oder Palco; die größere undmittlere in gedachter Ausschweifung hieß die könig-liche Thüre/1) und zwo Thüren auf den Seiren.Durch die größere Thüre traten die Personen dervornehmsten Handlung auf den Schauplaz; durchdie Thüre zur rechten Hand die Personen der zwei-ten Handlung/ und durch die Thüre zur Linken diePersonen der niedrigsten Handlung.
§. 26. Zwischen der großen Thüre und denenzur Seite» sind Nischen/ in welchen vielleicht Sta-tuen standen / von denen sich aber noch zur Zeit keineSpur gefunden hat. Die zween Altare / welche ander Scena standen/ der zur Rechten demBakchuSgewidmet/ und der zur Linken derjenigen Gottheit/welcher zu Ehren/ oder an deren Feste das Schau-spiel ausgeführet wurde/^) diese Altäre/ sage ich/standen vermuthlich zwischen den Seitenthüren undzwischen der Thüre in der Mitten der Scena.
ß .26. Das Proscenium/ der Palcv/ hatauf jeder Seite eine Kammer/ wo sich die handeln-den Personen aufhielten/ welches diejenigen Ortezu sein scheine»/ die Vitruvius lios^itali» nen-net/ Perrault aber nicht verstanden hat/ undder Raum zwischen der Facciata/ der Scena und
z) V!t.t-uv. I. 5. c. 6. ?ollux, I. 4. seZm. 124.
2) I'ollux, !. c. segln. !2Z. ^.crou. in llviad. 1. 4. 06. 6.