Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
248
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Nachrichten v. d.

benten, die von Theatern reden / sonderlich Pol-lux/ konten verstanden werden, ohne Untersuchungdesjenigen/ was von der Seena des' herculanischenTheaters entdeket worden. Diejenigen , welche einenPlan von der Scena einiger in Trümmern übriggebliebenen Theater geben , haben aus einigen An-zeigen mit Hülfe der Einbildung gearbeitet. Diesesweiß ich gewiß von der Zeichnung der Scena desTheaters von Antium/ welche der berühmte Bian-chini seiner Erklärung der Inschriften in dem Grab-male der Freigelassenen der Livia beigefüget hat,die uns keinen Begrif gibt. Der Herr CardinalAlexander Albani ließ im Jahre l/18 in denTrümmern dieses Theaters graben, und fand da-selbst vier Statuen von schwarzem Marmor, einenJupiter und einen ÄskulapiuS, die izo imCampidoglio stehen, einen jungen Faun und ei-nen zerstümmelten Ringer mit dem Olgefäße inder Hand, welche ergänzet gedachten Herrn Kardi-nals Villa zieren. Von den Trümmern der Scenaist izo weiter nichts zu sehen.

§. 20. Die Arbeit an der Scena des' herculani-schen Theaters wurde vor zwei Jahren unternom-men, und eS waren damals die Stiegen sichtbar,die zur Scena führeten; von der Scena selbst aberwar noch nichts ausgegraben.

K. 21. Hier bekenne ich mich öffentlich meinemFreunde, dem Herrn Marchese Galiani, dem Ver-fasser der unvergleichlichen italiänischen ttbersezungdes Vitruvius, verbunden, welcher mich nebstmeinen Herren Reisegefährten in die unterirdischenGrüfte dieses Theaters sührete, und uns, nach demvon Herrn Karl Weber hinterlassenen Plan diesesGebändeS/ die Anlage desselben, sonderlich derScena, mit derjenigen Deutlichkeit, die ihm ei-gen ist/ zeigete. Den ohne dergleichen Führer ist