Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
226
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226 Sendschreiben v. d.

stoteleS Beurtheilung der dramatischenDichter/ die Verlornen Tragödien des So-phokles und des EuripideS/ die Komödiendes Men anders und des AlexiS/ die Sym-metrie des PamphiluS für die Maler/ und ei-nige Werke von der Baukunst; an einer hypo-chondrischen und zerstümmelten Klage wider dieMusik ist uns nicht viel gelegen. Man hätte da-her gewollt/ daß/ anstatt die cntwikclten zu endi-ge»/ da man den gemeinen Inhalt derselben gese-hen/ nur der Anfang allein von vielen Schriftenaufgelöset und untersuchet worden wäre/ bis maneinige von nüzlichem Inhalte gefunden hätte/ undan diesen die Arbeit fortzusezen/ andere aber/ bisman jene cntwikclt/ liegen zu lassen.

K. 136. Die große und lange Erwartung dergelehrten Welt auf diese Schriften einigermaßen nierfüllen/ hatte der Pater Antonio Piaggi denVorschlag gethan/ das Entwikelte nach und nachmit Scheidewasser in Kupfer zu äzen und bekant zumache»/ damit sich, die Sprachkundigen an Erklä-rung dieser Schriften machen köiiten. Er hatte aucheine Colonne der ersten Schrift selbst zur Probegeäzet/ und seinen Obern vorgeleget; es wurde aberdieser Weg nicht beliebet/ damit den Glieder» derkönigliche» Akademie/ die sich hierzu tüchtig finden,dieses vorbehalten bleibe. So viel ich indessen habeerforschen können/ ist weiter an Bekantmachungderselben nicht gedacht. Gedachter Geistliche fähretfort/ ohnerachtet er kein Griechisch verstehet/ waser aufgewikelt hat/ nachzumalen/ und von dessenAbschrift wird eS nachher in'S Neine geschrieben.

K. 137. Ich beschließe dieses Sendschreibenmit einer kurzen Anzeige von der Einrichtungdes hereula nischen Musei zu Portici. Es istdasselbe aus Mangel des NaumS/ und wegen der