Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
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224
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224 Sendschreiben v. d.

in die Höhe gehalten wird. Diese Faden halten dasabgelösete Papier beständig senkrecht, und wen end-lich so viel von der Rolle Schrift abgelöset wordeil/daß es nöthig ist/ demselben mehrere Hältnisi/ alsdurch Faden geschehen kan, zn gebe»/ so wird dasAbgelösete durch einen der langen Einschnitte desobern Brettes gezogen, und nach und nach, wie dieArbeit zuniint, um einen runden beweglichen Staboder Walze, die zu oberst des Gestelles lieget,herum geleget, auf Lagen von Baumwolle, so daß,wen die Schrift völlig aufgewikelt worden, dieselbesich um diese Walze hcruingeleget befindet. ESbleiben indessen die seidenen Faden allezeit nöthig!den sie dienen allezeit, den kürzlich gefütterten Theilvon dem nächsten Blatte absondern zu helfen. Vonder Walze wird nachher die Schrift behutsam abge-wikelt, ausgebreitet und abgeschrieben. Zn vier bisfünf Stunden Arbeit kan nicht mehr als ein Fin-ger breit, längst der Rolle Papier, gefüttert nndabgelöset werden, nnd zu einer Spanne breit wirdein ganzer Monat erfordert. Dieses ist kürzlich, undso viel ohne Abbildung des Werkzeugs geschehen kan,der ganze Proceß des Verfahrens.

§. >3^i. ES sind nächstdem auch die Schwierig-keiten bei dieser Arbeit zum deutlichen Begriffe vonderselben anzuzeigen; und diese liegen nicht in derNatur des Papiers, sondern an dessen iziger Be-schaffenheit- An sehr-vielen Orte» siehet dasselbe,gegen das Licht besehen, wie ein zerrissener Lumpenaus, und dieses rühret von der Feuchtigkeit her,vornehmlich von denjenigen Wassergüssen, welchein ttberschüttung dieser Stadt durch die Asche die-selbe zu gleicher Zeit überschwcmmeten. DiesesWasser ist in die Schriften hineingedrungen, undhat sich in vielen verhalten, und mit der Zeit dieBlätter mürbe gemachet und zerfressen. Dieser Scha-