Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
223
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hercul. Entdek. 22z

und nachgelassen werden können/ damit die Schrift/die in denselben hänget/ nach allen Seiten, ohnedieselbe zn berühren/ sanft gewälzet und gedrehetwerde. Auf die Zwischenstäbe der Einschnitte diesesobern Brettes sind noch andere kleinere Wirbel/ sei-dene Faden zu drehen/ deren Gebrauch ich sogleichanzeigen werde.

§. 133. Wen nun eine Rolle Schrift zum Auf-wikeln ausgehänget ist/ und das äusserste Ende ge-funden worden/ fängt man an/ einen kleinen Flek/einer Erbse groß/ mit einem gewissen Leime durcheinen sanften Pinsel zu bestreiche»/ welcher die Ei-genschaft hat/ loszuweiche» und abzusondern/ undzugleich kleben machet. Zu gleicher Zeit wird andas bestrichene Flekche» der unbeschriebenen äusser»Seite des Papiers (den diese Seite ist/ wie oben ge-saget worden / leer/ und die Schrift-einwär ts)ein Stükchen von einer dünnen Blase in der Größeder bestrichene» Stelle/ oder auch mehrere kleinere/geklebet/ welches hilft/ das bestrichene Flekchen Pa-pier von dem nächsten Blatte/ so weit eS bestrichenist / loszuziehen. Diese Blasen sind von Schweine»oder auch Schafe»/ welche insgemein die Goldschlä-ger brauche»/ und werden hier/ so dünne sie immersein möge»/ zu Fütterung dieses PapierS/ von neuemin ihrer Tike getheilet und von einander gerissen/und alsda» zum Gebrauche in ganz kleine Stükchenzerschnitte». Auf diese Art.fähret man fort/ zu be-streichen uiid zu füttern / und wen dieses der Längeder Schrift nach/ etwa einen kleine» Finger breit/geschehen ist/ so werden an verschiedene» Orten miteben dem Leime seidene Faden an der gefüttertenSeite angeklebet/ und diese vermittelst der Wirbel/einer nach dem andern/ ganz gemach und sanft an-gezogen/ wodurch sich der gefütterte Streifen Papiervon der Roll- vollends ablöset/ und durch diese Fade»