Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
222
Einzelbild herunterladen
 

L22 Sendschreiben v. d.

ginale daselbst nicht kan unterschieden werden: vo»dieser Art Schrift desselben siehet man auch ein Blattin der Königin Zimmer auf dem Schlosse zu Portici.Dieser Man übernahm also die besorgliche/ peinlicheund langwierige Arbeit, an welcher er noch fort-führet, nebst einem Gehülfen, welcher sechs Ducatimonatlich hat, und ein jeder von ihnen arbeitet aneiner besondern Rolle Schrift.

Z. 132. Das Gestell von Holz zu dieser Arbeitgleichet in einiger Entfernung und bei dem erstenAnblike einer Buchbinderlade, in welcher einBuch zum Heften mit dessen Niemen aufgespannetist. Es ruhet auf einem Fuße mit einer ausgedre-heten gewundenen Schraube, um jenes auf die-sem nach Belieben zur Bequemlichkeit drehen zu kön-nen. Auf diesem Schraubenge stelle beweget sichein längliches Brett, auf welchem von j-dcrschmalen Seite desselben sich zween runde Stäbemit gewundenen Schrauben erhebe», um ein oberesBrett vermittelst derselben hinauf und herunter zudrehen. In der Mitten des untern Brettes sind inder Länge der Schriften, das ist beinahe einen Palmvon einander entfernet, und von eben der Höhe, zwokleine stählerne Stangen mit Schraubenwerke senk-recht befestiget, welche oben ein stählernes Blech, inGestalt eines halben Mondes, beweglich haben,in deren Höhlung die Rolle Schrift geleget wird;und diese Bleche sind zu mehrerer Vorsicht mit Baum-wolle bewunden; diese Stäbe können unter demBrette höher und niedriger geschroben werden.Ausser dem schwebet die Schrift in zwei Bänderneines kleinen Fingers breit, die an dem obern Brette,welches verschiedene lange offene Einschnitte hat/ein jedes an zween Wirbeln, wie die an den Vio->linen sind, hindurch, durch diese Einschnitte oben ^befestiget sind, und vermittelst der Wirbel angezogen