Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
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221
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l/crcul. Entdc?. 221

zu derselben zu gelange»/ anfänglich verschiedeneVersuche gemachet; ja noch nachher / da eine ge^räume Zeit auf dem izigen Wege/ welchen ich be-schreiben werde / gearbeitet war/ glaubete man eingeschwinderes Mittel zu finden/ und der Einfall warfolgender. Herr Mazzocchi ließ eine große NolleSchrift unter eine gläserne Gloke legen/ in der Mei-nung/ durch die Hize die Feuchtigkeit/ welche sichetwa in derselben verhalten könte/ auszuziehen, wo-durch die Blätter sich von selbst aus einander losensollten. Dieser Versuch aber mißlang: den die Hizeder Sonne zog die Feuchtigkeit. herauS/ aber zu-gleich die Di nt e mit/ und die Schrift wurde theilsverworren/ theils gänzlich unscheinbar/ und dieseBuchstaben sahe man für o seisch e Schrift an.

K. 135. Endlich wurde ein Vorschlag/ welcherdem Hofe vorgeleget wurde/ gut und sicher gefun-den / und man ließ den Erfinder unter einem mo-natlichen Gehalte von dreissig Ducatl Napoletani/nebst freier Wohnung und Besorgung des nöthigenHauSgeräthS/ aus Nom nach Portiei kommen. Die-ser ist Pater Antonio Piaggi/ ein Genueser/von dem Orden 8cl>ol->rnm, ein Man von

großem Talente/ welcher die Stelle eines 8eri«oreisuiio und Aufsehers der Miniaturgemälde in dervatikanischen Bibliothek/ unter dem gewöhnlichenGehalte der Scrittori/ von sunfzehen Seudi mo-natlich/ versähe, Über die. Gemälde wurde er we-gen seiner Geschiklichkeit im Zeichnen/ und auch indieser Malerei gesezet/ und eS hat eS nicht leichtjemand höher/ als derselbe/ in Nachahmung allerArt Schriften gebracht. Man zeiget in der Vati-cana ein Blatt verschiedener Schriften in allerleiSvrachen von dessen Hand/ unter welchen die ersteSeite eines kleinen türkischen Gebetbuchs ist/ die vondem unendlich klein und zierlich geschriebenen Ori-